
ALT Bluesky-Account-Header "Berlin Bayerisches Viertel", Fotos der Skulptur des Bayerischen Löwen vor Bäumen auf dem Bayerischen Platz und Porträt der Bildhauerin Renée Sintenis. Profiltext: Historisches (und manchmal Aktuelles) aus dem Kiez von Albert Einstein, Gisèle Freund, Franz Hessel, Anna Seghers, Renée Sintenis (Foto: Hugo Erfurth, Public domain, via Wikimedia Commons) u.a. https://www.tagesspiegel.de/berlin/themen/bayerisches-viertel

ALT Auch im Winter erhellen Spaziergänge durch Berlin den Geist und den Blick auf unsere Stadt. Wer zum Beispiel am Elefantentor des Zoologischen Gartens eine Rast einlegt, findet sich im besonderen Dreiländereck zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Tempelhof-Schöneberg wieder. Hier am Rande des randvollen Ku’damms waren einst Geschichte und Kultur zuhause. Hier beschrieb Joseph Roth die eigenwillige „Zivilisationsphysiognomie der Nürnberger und der Kurfürstenstraße“. Hier sang David Bowie: „Sitting in the Dschungel, on Nürnberger Straße, a man lost in time, near KaDeWe, just walking the dead.“ Heute stößt unser Flaneur Markus Hesselmann auf eine „dreifache Randlage mitten in der Stadt: ein Ort der Hinter- und Nebeneingänge, der Parkhaus-Zufahrten, dem die historischen Bezirke und heutigen Ortsteile Schöneberg, Charlottenburg und Tiergarten den Rücken zukehren“ (Artikel hier). Und an der verkehrsumtosten Kreuzung wartet der „Ruhesitz am Zoo“ auf ruhigere Zeiten. Immerhin...

ALT Das schwarz-weiße Foto zeigt eine Gedenktafel im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg, darauf die folgende Inschrift: "Jüdische Verlage und Buchhandlungen sind bis zum Jahresende aufzulösen. Dezember 1938". Die Tafel ist an einem Laternenpfahl am rechten Bildrand befestigt und hebt sich von der dicht belaubten Krone eines großen Laubbaumes im Bildhintergrund ab.

ALT Da heißt es dann, eine „Reduzierung der Flächen für den ruhenden Verkehr“ sei „bisher nicht konsensfähig“ (lies: weil wir das nicht wollen). Oder es würden wegen „Planungsbefangenheit“ durch eine irgendwann hier mögliche Straßenbahn „aktuell keine konkreten Maßnahmen für den Radverkehr untersucht“ (lies: was für ein Glück, dass wir zwei nicht-automobile Verkehrsarten gegeneinander ausspielen können). Und dann noch der Klassiker „Klärungsbedarf in Sachen Brandschutz“ (lies: der interessiert uns vor allem, wenn wir dadurch Fahrrad-Infrastruktur eindampfen oder verhindern können).

ALT Das schwarz-weiße Foto zeigt eine Gedenktafel im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg, darauf die folgende Inschrift: "Die Anerkennung als Hebamme ist einer Jüdin zu versagen 21. 12. 1938". Die Tafel befindet sich an einem Laternenpfahl und hebt sich von einem grauen Wolkenhimmel im Bildhintergrund ab.































