
39 Jähriges Mitglied der Grünen und Neurodiverses Pottkind sucht gleichgesinnte Follower :3 #fckafd
Germany / NRW
Joined February 2009
- Tweets62.9K
- Following744
- Followers723
- Likes21.8K
Ist schon EXTREMST Peinlich, wenn die Junge Union fordert, das man nichts mit den Linken machen darf. Aber nicht EIN Wort darüber verliert, das man nur die 3 Stimmen aus der JU bräuchte um die AFD zu Verbieten.
Einfach nur nen wiederlicher und Peinlicher Haufen, genau wie die @CDU selbst.
Gerade auf dem #DLT beschlossen: Vier Sofortmaßnahmen für unsere Verfassung. Wir werden SPD und Grünen den Pakt mit Antisemiten nicht durchgehen lassen.
Keichi 🏳️🌈💚 retweeted
Nicht nur in diesen Punkten, sondern in der Gesamtansicht der komplexen Zusammenhänge hattest du recht, wir warten und vermissen dich in so schwierigen Zeiten. 👍🏼🍀
@roberthabeck #TeamHabeck #Grüne
Keichi 🏳️🌈💚 retweeted
Micdrop! Flix Banaszak (Grüne) sagt #AfD-Streamer Banane deutlich, dass es einen Unterschied zwischen Journalisten und Medienaktivisten gibt. Will der rechte Streamer nicht hören! Er findet, dann dürfe Didi hallervorden auch nicht bei einer Partei sein. Alberner gehts nicht...
Hitler wäre Stolz auf @KotreLena gewesen. Sagen hätte sie trotzdem unter ihm nix dürfen, weil sie eine Frau ist.
(Die Frau bewegt sich übrigens Europäisch im Ultra Rechten Bereich und trifft sich regelmäßig mit Sellner der bereits in mehrenden Ländern Einreiseverbot hat)
Wie sie in den Komentaren jetzt alle Schrein das die Umfragen betrug sind, aber in Sachsen-Anhalt noch genau die selben gefeiert haben 🤣🤣
Icant! Blautzis sind echt so bescheuert 🤣🤣
#fckafd
Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern • Forschungsgruppe Wahlen / ZDF: SPD 37 % | AfD 36 % | DIE LINKE 9 % | CDU 6 % | GRÜNE 5 % | BSW 4 % | Sonstige 3 %
➤ Verlauf: wahlrecht.de/umfragen/landta…
🗓️ Nächste Landtagswahl: 20. September 2026 #ltwmv
OH MEIN GOTT! Ist das Peinlich von der @AfD deren eigene Seite wiederspricht ihnen in allen Punkten!
Aber wir haben ja jeden Tag Messerangriffe und Berlin ist wegen den Migranten so gefährlich😂😂😂😂
messerhauptstadt.afd-fraktio…
Und genau deswegen dürfen die keines der wichtigen Bundesländer Regieren, geschweige denn Deutschland. Das Land wäre nach 2 Jahren so Arm wie Afrika.
Aber Briefwahlen sind ja immer Schuld für das Schlechte abschneiden bei den Wahlen 🙄
You’re unable to view this Post because this account owner limits who can view their Posts. Learn more
Wieso wundert es mich eigentlich nicht dass, das @AfDBerlin Programm sogar gegen das Grundgesetz verstößt, dort SCHON WIEDER Dinge drin stehen, die nur auf Bundesebene umsetzbar sind und man eigentlich davon gar nichts Finanzieren kann? #Berlin SOWAS kann man nicht wählen! Lest die Programme!
afd.berlin/wp-content/upload…
Das AfD-Programm für Berlin, auf einer halben Seite
1. Zuständigkeit. Ein Großteil der markanten Forderungen liegt gar nicht beim Land: Asyl-, Aufenthalts- und Staatsangehörigkeitsrecht, Strafmündigkeit, Pflegegeld, Fallpauschalen, Atomausstieg, Grundsteuer, Baugesetzbuch. Das Abgeordnetenhaus kann darüber Resolutionen fassen – mehr nicht. Selbst das Mietrecht ist gesperrt: Beim Mietendeckel hat das BVerfG 2021 entschieden, dass den Ländern hier keine Kompetenz bleibt.
2. Mehrere Forderungen verstoßen gegen das Grundgesetz. Nicht „umstritten" – sondern gegen konkrete Artikel:
→ Art. 16 Abs. 1 GG: „Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden." Das Programm will Doppelstaatlern die Staatsbürgerschaft aberkennen – bei schweren Straftaten und bei Einstufung als „Gefährder", also ohne jede Verurteilung. Dieser Artikel ist die direkte Antwort des Grundgesetzes auf die NS-Ausbürgerungen ab 1933.
→ Art. 1 Abs. 1 GG: Das BVerfG hat 2012 zum Asylbewerberleistungsgesetz entschieden (1 BvL 10/10): „Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren." Das Programm will Versorgung, Beratung und Unterbringung „auf das Notwendigste" beschränken, sämtliche Zusatzleistungen streichen und den anonymen Krankenschein abschaffen – erklärtermaßen zur Abschreckung. Genau das ist der Fall, den Karlsruhe entschieden hat.
→ Art. 16a GG: Das Asylrecht ist ein Individualgrundrecht. Ein „sofortiger Aufnahmestopp" auf Landesebene setzt es nicht aus, er ignoriert es.
→ Art. 3 Abs. 3 GG: „Niemand darf wegen seiner Heimat und Herkunft benachteiligt oder bevorzugt werden." Das Programm will Flüchtlingskinder getrennt beschulen, „möglichst nach den Curricula der Herkunftsländer", und bei Wohnraum „Berliner vor allen anderen Bewerbern" bevorzugen.
→ Art. 4 GG / Art. 6 Abs. 2 GG: Kopftuchverbot für Mädchen unter 14. Das BVerfG hat 2015 schon pauschale Verbote für Lehrerinnen gekippt (1 BvR 471/10); bei Schülerinnen kommen eigene Glaubensfreiheit und Elternrecht hinzu.
→ Art. 12 Abs. 2 GG: Verbot der Zwangsarbeit. Das Programm will „arbeitsfähige und nicht erwerbstätige Flüchtlinge aktiv in die Müllbeseitigung einbeziehen".
→ Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG: Rundfunkfreiheit mit Bestands- und Entwicklungsgarantie. Das BVerfG hat 2021 entschieden, dass schon die Blockade einer Beitragserhöhung durch ein Land verfassungswidrig ist – das Programm will Beitrag und Staatsvertrag ganz abschaffen.
→ Art. 20 Abs. 3 GG: Eine pauschale Amnestie für „alle Verurteilungen im Zusammenhang mit Coronamaßnahmen" hebt rechtskräftige Urteile per Gesetz auf – inklusive gefälschter Impfnachweise und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Einzelne verfassungsrechtlich wacklige Forderungen stehen in vielen Wahlprogrammen. Auffällig ist hier zweierlei: die Dichte – und dass fast alle Verstöße dieselbe Gruppe treffen.
3. Das Kernversprechen scheitert an der Realität. „Alle bis zu 20.000 Ausreisepflichtigen sofort abschieben" – laut Landesamt für Einwanderung haben 18.959 von 19.878 eine Duldung, also 95 %. Eine Duldung heißt per Definition, dass die Abschiebung rechtlich oder tatsächlich nicht geht. Berlin hat 2025 insgesamt 1.670 Menschen abgeschoben.
4. Die Rechnung geht nicht auf. Das Haushaltskapitel verspricht Haushaltsausgleich in vier Jahren, Verzicht auf neue Verschuldungsspielräume und anschließenden Schuldenabbau. Gleichzeitig sollen Grundsteuer (~870 Mio./Jahr), City-Tax und Hundesteuer wegfallen, die Gewerbesteuer sinken – und neue Dauerleistungen entstehen, darunter ein U3-Erziehungsgeld „in Höhe der Kosten eines Kita-Platzes", grob eine Milliarde pro Jahr. Drei Zusagen, von denen höchstens zwei halten. Welche fällt, sagt das Programm nicht.
5. Die Zahlen stimmen einzeln, die Trends nicht. Aus einer Kriminalstatistik, in der die Gesamtkriminalität um 6,7 % fällt und der Ausländeranteil bei Tatverdächtigen von 50,9 auf 47,3 % sinkt, wird exakt die eine steigende Zahl zitiert. Die Geburten seien „von Jahr zu Jahr geringer" – 2024 stiegen sie um 4,6 %. Migrationshintergrund „von 25 auf 41 % in zehn Jahren" – 2015 waren es 29,9 %.
6. Es widerspricht sich selbst. Gegen Chatkontrolle, für flächendeckende Videoüberwachung. Messerverbotszonen als „Symbolpolitik" abgelehnt, anlasslose Kontrollen an denselben Orten gefordert. Bürokratieabbau plus fünf neue Behörden und Gesetze. Deutsch als Schulsprache – und Beschulung nach Herkunftslandcurricula. Das Windkraft-Flächenziel abzulehnen macht Windräder im Berliner Wald rechtlich leichter, nicht schwerer.
Was funktioniert: Verkehr (Gehwege, Baustellenkoordination, Zugleittechnik), Haushaltstransparenz (Kassensturz inklusive Nebenhaushalte und Pensionslasten), Direktdemokratie (der Volkseinwand ist sauber durchdacht), Wasser, Tierschutz, Denkmalpflege.
Fazit: Als politisches Signal funktioniert das Papier. Als Regierungsprogramm zerfällt es in zwei Teile – einen, der handwerklich brauchbar, aber unspektakulär ist, und einen, der das Publikum anspricht und rechtlich oder finanziell nicht umsetzbar ist.
Falls einer die Komplette Ausgabe von Claude Opus 5 lesen möchte der da 15 Minuten dran saß.
Vorweg: Die vorderen Kapitel (Wohnen, Sicherheit, Migration, Bildung, Verkehr, Wirtschaft) konnte ich vollständig auslesen, die hinteren ab ca. S. 57 (Familie, Gesundheit, Kultur/Medien, Haushalt) nur lückenhaft – dort bin ich entsprechend zurückhaltend.
1. Zahlen: meist korrekt, aber selektiv – zwei echte Fehler
Falsch: „Migrationshintergrund in zehn Jahren von 25 % auf 41 %"
Der Endwert stimmt (41,7 % zum 30.06.2025). Der Startwert nicht: 2015 waren es 29,9 %. Der tatsächliche Anstieg sind ~12 Prozentpunkte, nicht 16. 25 % entspricht etwa dem Stand 2008. Dazu kommt: Der jüngste Zuwachs stammt überwiegend aus Einbürgerungen (rund 21.000 allein im 1. Halbjahr 2025) – also aus Menschen, die längst hier leben und Deutsche werden. Der reine Ausländeranteil liegt bei 24,9 %.
Irreführend: die Messerzahl
3.599 Messerangriffe 2025 stimmt exakt (2024: 3.412, +5,5 %). Aber aus demselben PKS-Bericht wird genau diese eine steigende Zahl zitiert. Nicht zitiert werden: Gesamtstraftaten −6,7 % (502.743 statt 539.049), Zahl und Anteil der bei Messerangriffen Verletzten gesunken, Tatverdächtige unter 21 −9,1 %, Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger von 50,9 % auf 47,3 % gefallen (ohne Ausländerrechtsdelikte 43,3 % statt 43,9 %). Das Programm beschreibt eine Verschärfung, der Bericht zeigt überwiegend Entspannung.
„Nur jede zweite Straftat aufgeklärt": 44,9 % – Richtung stimmt.
Überrepräsentation Nichtdeutscher: Die PKS-Zahl ist richtig. Aber PKS-Tatverdächtige sind keine Verurteilten, enthalten Touristen und Durchreisende sowie ausländerrechtliche Delikte, die nur Ausländer begehen können, und sind nicht nach Alter, Geschlecht und Sozialstruktur bereinigt. Nach Kontrolle dieser Faktoren bleibt ein Effekt – ein deutlich kleinerer. Die Ursachenzuschreibung „jahrelange unkontrollierte Migrationspolitik" ist eine politische Deutung, keine statistische Aussage.
2. Der größte Realitätsbruch: „alle bis zu 20.000 Ausreisepflichtigen sofort abschieben"
Das LEA-Faktenblatt (Stand Juni 2026) nennt 19.878 Ausreisepflichtige – davon 18.959 mit Duldung, also 95,4 %. Eine Duldung heißt per Definition: Die Abschiebung ist rechtlich oder tatsächlich unmöglich – fehlende Papiere, Abschiebungsverbot nach § 60 AufenthG bzw. Art. 3 EMRK, Krankheit, Ausbildung, Familienbindung, kein Rückführungsabkommen. Ohne Duldung sind es rund 900 Personen.
Berlin hat 2025 1.670 Menschen abgeschoben. Die Forderung verspricht also nicht etwas Schwieriges, sondern etwas, das für 95 % der Fälle am geltenden Bundes-, EU- und Völkerrecht scheitert – an Recht, das ein Bundesland nicht ändern kann.
3. Was rechtlich schlicht nicht geht
Aufnahmestopp für Asylbewerber: Die Verteilung läuft über Königsteiner Schlüssel und § 45 AsylG. Ein Land kann nicht aussteigen; das wäre offener Rechtsbruch.
Einbürgerungsmoratorium ab 1.1.2024: § 10 StAG gibt einen Rechtsanspruch. Eine pauschale Aussetzung ist rechtswidrig, Betroffene gewinnen Untätigkeitsklagen. Betroffen wären ~78.000 Verfahren. Die Rücknahme erschlichener Einbürgerungen nach § 35 StAG ist dagegen geltendes Recht – dafür braucht es kein Moratorium, sondern Einzelfallprüfung.
Ausbürgerung von Doppelstaatlern: Art. 16 I GG verbietet den Entzug der Staatsangehörigkeit – eine bewusste Antwort des Grundgesetzes auf die Ausbürgerungen ab 1933. Zudem reine Bundeskompetenz.
Strafmündigkeit 14 → 12: § 19 StGB, Bundesrecht. Kriminologisch praktisch einhellig abgelehnt.
Nächtliche Ausgangssperren für „jugendliche Intensivtäter": Eingriff in Art. 2 I und Art. 11 GG, als Kategorienregelung zu unbestimmt und unverhältnismäßig.
20 % Grunderwerbsteuer für Nicht-EU-Investoren: Die Kapitalverkehrsfreiheit (Art. 63 AEUV) gilt ausdrücklich auch gegenüber Drittstaaten. Dazu Art. 3 GG und diverse Investitionsschutzabkommen. Spiegelbildlich diskriminiert die Befreiung nur für „einheimische Ersterwerber" EU-Bürger (Art. 18, 21, 45 AEUV). Beides wäre vor Gericht schnell weg.
„Vorrang für Berliner" nach Wohnsitzdauer: mittelbare Diskriminierung von Unionsbürgern (Art. 9 VO 492/2011); Wohnsitzdauerklauseln hat der EuGH mehrfach kassiert. Ein Punktesystem nach Einkommen, Kindern, Pflege wäre dagegen machbar – die Wohnsitzdauer ist der kippende Teil.
Kopftuchverbot unter 14 / „uneingeschränktes" Neutralitätsgebot: BVerfG 2015 und BAG 2020 haben pauschale Verbote gekippt; für Schülerinnen greift zusätzlich Art. 4 und Art. 6 II GG. Das Programm weiß das selbst – es fordert an einer Stelle das uneingeschränkte Verbot, an anderer eine „rechtssichere Lösung bei Schulfrieden-Risiko". Das ist nicht dasselbe.
Strafvollzug in Drittstaaten „nach dänischem Vorbild": Dänemarks Kosovo-Vertrag von 2021/22 wurde seither wiederholt verschoben und funktioniert im Kern bis heute nicht. Rechtlich setzt das völkerrechtliche Verträge voraus – Bundessache (IRG). Ein Bundesland kann kein Gefängnis im Ausland mieten.
Energetische Baustandards auf Niveau der frühen 2000er: GEG ist Bundesrecht mit EU-Richtlinie dahinter. Berlin kann nur eigene Landeszusatzpflichten streichen (z. B. Solarpflicht).
A 100, 17. BA: Seit 2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes Bauherr, Berlin hat keine Rolle mehr. Planungsstand: Linienbestimmung 1996 / Vorplanung 1999; das Planfeststellungsverfahren soll 2027 erst eingeleitet werden, Kosten 1,1–1,8 Mrd. €, Fertigstellung frühestens Mitte der 2030er. Als Versprechen für eine Legislaturperiode ist das ohne Substanz – unabhängig davon, ob man den Ausbau gut findet.
ÖPNV-Zugangssperren für Fahrscheinlose: Berlin hat ein offenes System mit ~175 U-Bahnhöfen plus S-Bahn. Umbau = Milliardenprojekt mit erheblichen Brandschutz- und Evakuierungsproblemen. Keine Kostenangabe im Programm.
Ebenso Bundesrecht und damit nur per Bundesratsinitiative erreichbar: § 188 StGB streichen, Luftverkehrsteuer senken, Kohle-/Gasverstromung.
4. Die Finanzierung fehlt vollständig
Ausgabenversprechen: mehr Personal bei Polizei, Justiz, Feuerwehr, BVG und S-Bahn; höhere Zulagen und Alimentation; 2,3 Mrd. € Sanierungsstau Polizei; massive Feuerwehrinvestitionen; Abschiebe- plus Dublin-Zentrum; Abbau von 35 Mrd. € Investitionsrückstand; eine zusätzliche Forschungsmilliarde; höhere Hochschulgrundfinanzierung; Mietzuschüsse; Bürgschaften für Wohneigentum; CBTC; Gehweg-, Schulweg- und Knotenprogramme; Zukunftsfonds Mobilität.
Einnahmenversprechen: Gewerbesteuer senken, Grundsteuer abschaffen, Grunderwerbsteuer für Ersterwerber abschaffen, City-Tax abschaffen, CO₂-Bepreisung für Gewerbeimmobilien abschaffen.
Dazwischen steht: nichts. Keine Gegenfinanzierung, keine Priorisierung, keine Zahl. Berlin erwartet 2026 rund 31 Mrd. € Steuereinnahmen und liegt nach der Mai-Steuerschätzung 2026 bereits unter der eigenen Planung; die Schuldenbremse gilt. Gewerbe- und Grundsteuer bewegen sich zusammen im Milliardenbereich. Als Einsparung genannt wird allein „keine Klima- und Genderprojekte" und das Streichen von NGO-Förderung – das liegt bestenfalls im niedrigen dreistelligen Millionenbereich und deckt keinen Bruchteil.
Fairerweise: Unsaubere Wahlprogrammarithmetik gibt es bei allen Parteien. Hier ist die Lücke aber besonders groß, weil große Steuersenkungen und große Ausgabenversprechen gleichzeitig dastehen.
5. Widersprüche im Papier selbst
Datenschutz: scharfe Ablehnung von Chatkontrolle und „verdachtsfreien Massenscans" – zwei Kapitel weiter „vollständige Videoüberwachung aller Brennpunktbereiche" und „mehr Polizeikontrollen ohne Anlass". Dieselbe Logik, einmal verworfen, einmal gefordert.
„Messerverbotszonen lehnen wir als reine Symbolpolitik ab" – direkt daneben „Ausweitung anlassloser Kontrollen an kriminalitätsbelasteten Orten". Das ist die Messerverbotszone; genau dieses Instrument.
Bürokratieabbau als Leitmotiv – und gleichzeitig: neues Veranstaltungssicherheitsgesetz, neue Landesdatenschutzverordnung, Bezirkspolizei, LEA-Sondereinheit, AG „Ident", Punktesystem für Wohnungsvergabe, Wiedereinführung der Fehlbelegungsabgabe (die Berlin 2003 abgeschafft hat, weil der Erhebungsaufwand die Einnahmen fast auffraß), Untervermietungsverbot mit Kontrolle, Beweislastumkehr bei Heizkosten. Das ist mehr Verwaltung, nicht weniger.
„Weniger Regulierung im Wohnungsmarkt" – neben Preisdeckelung, Vergaberegulierung, Untervermietungsverbot und einer 20-%-Strafsteuer.
Bildung: „Deutsch als Schulsprache" und „Deutsch-Garantie-Klassen" – und im selben Programm Beschulung von Flüchtlingskindern „möglichst nach den Curricula der Herkunftsländer". Das ist der handwerklich abwegigste Punkt des Papiers: rechtlich (Art. 3 GG, Schulpflicht) angreifbar, praktisch unmöglich (Lehrkräfte und Lehrmittel für dutzende nationale Curricula in dutzenden Sprachen) – und es garantiert, dass die Kinder gerade kein Deutsch lernen.
Wohnraum schaffen – bei gleichzeitigem dauerhaftem Kleingartenschutz und Baustopp für MUF. Woher die Flächen kommen, steht nicht da.
6. Was tragfähig ist
Das gehört zur Fairness dazu. Solide und größtenteils konsensfähig sind: Sanierungsstau bei Polizei und Feuerwehr, Fuhrpark, Gebäude; Gehweg-, Schulweg- und Knotensanierung, Bordsteinabsenkungen; CBTC bei der BVG (läuft bereits); digitales Baustellenregister, Baustellenkoordination, Lieferzonenmanagement; die Ablehnung der Chatkontrolle; KRITIS- und Blackout-Vorsorge samt Sirenennetz (in Berlin tatsächlich unterbelichtet); Zuschnitt von Staatsanwaltschaft und Polizeidirektionen aufeinander; Meistergründungsprämie und Gewerbeflächenkataster. Der Verkehrsteil ist streckenweise der fachlich ernsthafteste Abschnitt des Papiers.
7. Mein Gesamturteil
Über die Grundfragen – wie viel Zuwanderung, wie viel Auto, wie viel Staat – entscheiden Sie, nicht ich. Da halte ich mich mit einem Urteil zurück. Was ich beurteilen kann, ist das Handwerk, und da ist der Befund deutlich:
Es ist zu großen Teilen kein Landesprogramm. Ein sehr hoher Anteil der markanten Forderungen liegt beim Bund oder bei der EU. Das Abgeordnetenhaus kann dazu Resolutionen fassen – mehr nicht. Wer das Papier als Liste dessen liest, was in Berlin tatsächlich passieren würde, wird getäuscht.
Die Zahlen sind selten falsch, aber systematisch einseitig ausgewählt. Aus einer Kriminalstatistik mit überwiegend sinkenden Werten wird exakt die eine steigende zitiert. Das ist zulässige Rhetorik, aber keine Lagebeschreibung.
Das Kernversprechen scheitert an der Kompetenzordnung. „Alle 20.000 sofort abschieben" trifft auf 95 % Geduldete. Ein Programm, dessen zentrale Zusage rechtlich unmöglich ist, produziert planmäßig Enttäuschung.
Es rechnet nicht, und es ist in sich widersprüchlich – das wirkt wie Kapitel verschiedener Arbeitsgruppen, die nie gegengelesen wurden.
Kurz: Als politisches Signal funktioniert das Papier. Als Regierungsprogramm für ein Bundesland ist ein Großteil nicht umsetzbar – nicht aus Mangel an Willen, sondern aus Mangel an Zuständigkeit, Geld und Rechtsgrundlage.
Zur Einordnung noch, weil es zum Papier gehört: Die Berliner AfD wird laut Medienberichten vom Landesverfassungsschutz als Verdachtsfall geführt; auf Bundesebene ist die Einstufung als „gesichert rechtsextremistisch" derzeit gerichtlich gestoppt (Stand Mitte 2026). Das ist kein Argument gegen einzelne Forderungen, aber Kontext.
------------
Hier spinnt der AFD Server weswegen ich ihm die PDF selbst geben musste, statt das er sich die aus dem Netz zieht.
Gut, jetzt habe ich den kompletten hinteren Teil. Da steht deutlich mehr drin, als die Webversion hergegeben hat – unter anderem ein vollständiges Haushaltskapitel, das ich in meiner ersten Bewertung falsch eingeschätzt habe. Ich prüfe die neuen Zahlen.
6 Seiten gelesen, web durchsucht
Der komplette Text ändert an einer Stelle mein Urteil, und ich fange mit der Korrektur an.
Korrektur zu meiner ersten Bewertung
Ich hatte geschrieben, eine Gegenfinanzierung fehle „komplett". Das war falsch – der Webversion fehlten die letzten Kapitel. Es gibt ein ausführliches Haushaltskapitel (S. 94–99), und es ist der handwerklich sauberste Teil des ganzen Programms: Kassensturz inklusive Nebenhaushalten, Sondervermögen und Pensionslasten; Offenlegung der Schulden landeseigener Unternehmen; Kritik an „Schuldenkaskaden" (kreditfinanziertes Eigenkapital für Landesunternehmen, damit die sich weiter verschulden können); Spending Review über alle Ressorts; verpflichtende Folgekostenrechnung. Das sind Forderungen, die man so auch beim Rechnungshof findet, und sie sind berechtigt.
Nur: Das Kapitel macht das Rechenproblem größer, nicht kleiner. Dazu unten.
Neue Faktenfehler
Geburten (S. 63): „Einer von Jahr zu Jahr geringer werdenden Anzahl von Geburten in Berlin stehen steigende Abtreibungszahlen gegenüber. So verzeichnete die amtliche Statistik für 2024 nur noch knapp 34.000 Geburten und 9.700 Schwangerschaftsabbrüche."
Für genau dieses Jahr stimmt die Aussage nicht. 2024 gab es in Berlin 34.948 Geburten – ein Plus von 4,6 % gegenüber 2023 (33.425). Die Abbrüche stiegen im selben Zeitraum um 0,3 %. Die Geburten sind also deutlich stärker gestiegen als die Abbrüche – das Programm behauptet für dasselbe Jahr das genaue Gegenteil. Die Zahlen selbst sind ungefähr richtig (34.000 statt 34.948 ist leicht heruntergerundet), die daraus abgeleitete Entwicklung ist falsch.
Schuldenbremse (S. 96): Das Programm will „die zusätzlichen, grundgesetzlich eröffneten Verschuldungsmöglichkeiten für Berlin in Höhe von 0,35 % des Bruttosozialprodukts nicht in Anspruch nehmen."
Zwei Fehler in einem Satz. Erstens: Die Grundgesetzänderung vom Oktober 2025 eröffnet den Ländern insgesamt 0,35 % des BIP – nicht jedem Land einzeln. Berlins Anteil daran ist ein Bruchteil davon; grob überschlagen liegt er im hohen dreistelligen Millionenbereich, nicht bei den rund 15 Mrd., die 0,35 % des deutschen BIP entsprechen. Zweitens: Die Regel bezieht sich auf das Bruttoinlandsprodukt, nicht auf das Bruttosozialprodukt – ein Begriff, den es in dieser Form seit 1999 nicht mehr gibt.
Corona-Impfstoffe (S. 73): „obwohl die Impfstoffe nur in einem Schnelldurchlauf mit zweifelhaften Resultaten zugelassen wurden."
Die mRNA-Impfstoffe durchliefen reguläre Phase-I-bis-III-Studien; die Zulassungsstudie von BNT162b2 umfasste über 43.000 Teilnehmer. Das Tempo kam aus überlappenden Studienphasen, dem Rolling-Review-Verfahren, Produktion auf Risiko und enormer Finanzierung – nicht aus ausgelassenen Prüfschritten. Die bedingte Zulassung senkte nicht den Evidenzmaßstab, sondern fügte Nachzulassungspflichten hinzu. „Schnelldurchlauf mit zweifelhaften Resultaten" beschreibt das Verfahren nicht zutreffend.
Nebelkrähe (S. 82–83): Sie steht im Abschnitt „invasive Arten regulieren" – ist aber eine heimische, nach der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützte Art, keine invasive. Waschbär, Marderhund, Wollhandkrabbe und Sumpfkrebs stehen tatsächlich auf der EU-Unionsliste; die Nebelkrähe gehört kategorial nicht dazu. Auch die Zuschreibung, sie habe Dohle und Saatkrähe „weitgehend verdrängt", ist fachlich umstritten – als Hauptursachen für deren Rückgang gelten vor allem der Verlust von Brutplätzen und Veränderungen in der Agrarlandschaft.
Investitionsstau: Das Wirtschaftskapitel nennt 35 Mrd. €, das Haushaltskapitel „weit über 100 Mrd. €". Zwei Zahlen für dieselbe Sache in einem Dokument, ohne Abgleich.
Neue Kompetenzüberschreitungen
Pflegegeld um 23 % erhöhen – Pflegegeld ist SGB XI, Bundesrecht. Ein Land kann das nicht. (Die beiden anderen Pflegeforderungen – 40.000 € pro neuem Heimplatz, 300 € Investitionskostenzuschuss pro Person und Monat – sind dagegen echte Landeskompetenz nach § 9 SGB XI. Und teuer, siehe unten.)
Fallpauschalen abschaffen, Budgetierung beenden, Einzelleistungsvergütung, Zulassungsbereiche neu zuschneiden – das gesamte ambulante Vergütungs- und Bedarfsplanungsrecht ist SGB V und G-BA, also Bund. Dem Land bleiben Krankenhausplanung und Investitionskosten. Das halbe Gesundheitskapitel adressiert eine Ebene, auf der Berlin nicht entscheidet. (Ausnahme: mehr Medizinstudienplätze an der Charité – das kann Berlin tatsächlich.)
Rückkehr zur Kernenergie, Berlin als „Zentrum der Kernforschung" – Atomrecht ist ausschließlich Bundessache. Berlins Forschungsreaktor BER II ist seit 2019 abgeschaltet.
Rundfunkstaatsvertrag kündigen, Rundfunkbeitrag abschaffen, Pay-per-View – ein Land kann kündigen, aber das BVerfG leitet aus Art. 5 I 2 GG eine Bestands- und Entwicklungsgarantie samt bedarfsgerechter, staatsferner Finanzierung ab und hat im Juli 2021 im Fall Sachsen-Anhalt entschieden, dass schon die Blockade einer Beitragserhöhung durch ein einzelnes Land verfassungswidrig ist. Ein Abo-Modell ist mit dieser Rechtsprechung nicht vereinbar. Beim RBB kommt hinzu: gemeinsame Anstalt mit Brandenburg.
Corona-Amnestie – Amnestie braucht ein Bundesgesetz. Und so, wie es formuliert ist („alle Verurteilungen im Zusammenhang mit Coronamaßnahmen"), umfasst es auch gefälschte Impfnachweise, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Volksverhetzung auf Demonstrationen. Für tatsächliche Fehlurteile gibt es die Wiederaufnahme nach § 359 StPO.
Beauftragtenwesen abschaffen – teils Landesrecht (LGG) und damit möglich, teils bundes- bzw. europarechtlich vorgeschrieben (Behindertenbeauftragte nach BGG, Datenschutzbeauftragte nach DSGVO). „Abschaffen" geht nur zum Teil.
Obdachlosencamps „nach klaren Regeln entfernen" – die ordnungsrechtliche Unterbringungspflicht nach § 17 ASOG Bln bleibt. Räumen ohne Unterbringung ist rechtswidrig.
„Arbeitsfähige und nicht erwerbstätige Flüchtlinge in die Müllbeseitigung einbeziehen" – § 5 AsylbLG erlaubt Arbeitsgelegenheiten nur für Leistungsbezieher nach AsylbLG, nicht für anerkannte Schutzberechtigte im SGB II. Art. 12 II GG (Verbot der Zwangsarbeit) setzt die Grenze.
Der Windkraft-Punkt ist selbstwidersprüchlich
Das Programm lehnt „das Flächenziel von 0,5 % für Windkraft in Berlin strikt ab" und will „keine Windräder im Wald".
Das Wind-an-Land-Gesetz funktioniert aber genau andersherum: Erreicht ein Land seinen Flächenbeitragswert, gewinnt es Planungshoheit – es darf Windenergie außerhalb der ausgewiesenen Zonen ausschließen. Verfehlt es ihn, entfällt der Planvorbehalt, und Windenergieanlagen bleiben im gesamten Außenbereich nach § 35 BauGB privilegiert zulässig. Das Ziel abzulehnen macht Windräder im Berliner Wald also nicht unwahrscheinlicher, sondern rechtlich leichter. Das Programm fordert das Gegenteil dessen, was es erreichen will.
Das Haushaltskapitel gegen den Rest des Programms
Das Haushaltskapitel verpflichtet sich auf drei Dinge: Haushaltsausgleich ohne Defizit innerhalb von vier Jahren, Verzicht auf die neuen Verschuldungsspielräume, anschließender Schuldenabbau. Dazu: „Entlastungen und Steuersenkungen nur auf Grundlage solider Haushalte."
Der Rest des Programms hält sich daran nicht. Was ich an neuen Ausgaben aus dem hinteren Teil zusammenrechnen konnte – meine eigene Überschlagsrechnung, mit den Annahmen dabei:
Landeserziehungsgeld für U3 „in Höhe der vergleichbaren Kosten für einen Kita-Platz": Berlin hat rund 100.000 Kinder unter drei, etwa die Hälfte ohne Kita-Platz; ein U3-Platz kostet das Land grob 1.500 €/Monat. Das ergibt eine Größenordnung von knapp einer Milliarde Euro pro Jahr – und der Anreiz, Kinder aus der Kita zu nehmen, treibt die Zahl weiter hoch. Rechtlich ist das zulässig (das BVerfG kippte das Bundes-Betreuungsgeld 2015 nur wegen fehlender Bundeskompetenz und verwies es ausdrücklich an die Länder). Bayerns Landeserziehungsgeld liegt allerdings bei rund 250 €/Monat, nicht bei Kita-Kosten. Das ist der mit Abstand teuerste Einzelposten des Programms – und er steht in einem Nebensatz.
Pflege-Investitionskostenzuschuss 300 €/Person/Monat: bei rund 37.000 stationären Plätzen etwa 130 Mio. €/Jahr, plus 40.000 € je neuem Platz.
Grundsteuer abschaffen: Berlin nahm Januar bis Juli 2025 rund 508 Mio. € ein, aufs Jahr also rund 870 Mio. €.
Hundesteuer, City-Tax, Grunderwerbsteuer für Ersterwerber, Gewerbesteuersenkung – dazu.
Sportunterricht von drei auf vier Wochenstunden an allen Schulen, Festanstellungsquote an Musikschulen von 24 % auf 80 %, Personalaufstockung bei Denkmalschutz, Veterinärämtern, Grünflächenämtern, Ordnungsämtern („rund um die Uhr aktiv"), Polizei, Justiz, Feuerwehr, Jugendämtern.
Vierte Reinigungsstufe in den Kläranlagen und – der teuerste Satz im ganzen Dokument – die Umstellung der Berliner Mischkanalisation auf ein Trennsystem. Das ist ein Jahrzehnte-Projekt im zweistelligen Milliardenbereich, formuliert in zwei Zeilen ohne jede Kostenangabe, in einem Programm, das einen ausgeglichenen Haushalt in vier Jahren verspricht.
Dem stehen als benannte Einsparungen gegenüber: NGO-Förderung und Meldestellen streichen, Beauftragtenwesen abschaffen, keine Klima- und Genderprojekte, und der Verzicht auf die schuldenfinanzierte Fernwärme-Dekarbonisierung („bis zu 10 Mrd."). Die ersten drei bewegen sich zusammen bestenfalls im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Der vierte ist eine Investitionssumme über viele Jahre – und nicht umsonst: Seit dem Land Berlin die Fernwärme gehört, trägt es auch die CO₂-Kosten; mit dem EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr ab 2027 wird fossile Wärme planmäßig teurer. Nicht dekarbonisieren heißt nicht: nichts zahlen, sondern: später und über den Zertifikatspreis zahlen. Das steht nicht im Programm.
Unterm Strich: Das Haushaltskapitel ist nicht die Antwort auf meine erste Kritik, sondern ihre Verschärfung. Es verspricht Haushaltsausgleich in vier Jahren ohne neue Schulden, bei Abschaffung mehrerer Steuern und bei laufenden Mehrausgaben im Milliardenbereich. Drei Zusagen, von denen sich höchstens zwei halten lassen – und das Programm sagt nicht, welche fällt.
Neue innere Widersprüche
Sportunterricht auf vier Stunden erhöhen – zwei Absätze nachdem das Programm selbst feststellt, Berlin habe zu wenige Sportflächen, die Hallen seien in besorgniserregendem Zustand und Kinder landeten auf Wartelisten. Mehr Stunden brauchen mehr Hallen und mehr Sportlehrer; beides ist laut demselben Kapitel nicht da.
Kita: Betreuungsschlüssel erhöhen, Öffnungszeiten verlängern, Plätze ausbauen, Blaulicht-Kita schaffen – und gleichzeitig ein Landeserziehungsgeld, das gezielt Anreize setzt, Kinder nicht in die Kita zu geben.
Sparsamkeit und Rekonstruktionen: Bauakademie, Berolina, Lutherdenkmal, Siegesallee-Repliken, Neptunbrunnen zurück ans Schloss – im selben Dokument wie die Forderung nach Konzentration auf staatliche Kernaufgaben. Immerhin nennt das Programm hier Mäzenatentum und Spenden als Finanzierung; das ist ehrlicher als bei den großen Posten.
Datenschutz: Ablehnung der elektronischen Patientenakte und zentraler Datenbanken, „Patientendaten sind Privatsache", plus die Chatkontrolle-Ablehnung aus dem Sicherheitskapitel – neben Videoüberwachung an Müll-Hotspots, an allen „Brennpunkten" und anlasslosen Kontrollen. Dasselbe Prinzip wird je nach Kapitel verteidigt oder aufgegeben.
Meinungsfreiheit: scharf gegen „Meldestellen-Unwesen" und staatliche Einflussnahme auf Debatten – und wenige Seiten davor die Forderung nach gesonderter statistischer Erfassung „deutsch- und christenfeindlicher" Vorfälle, also einer staatlichen Meldestruktur mit anderem Vorzeichen.
Was im hinteren Teil überzeugt
Deutlich mehr als im vorderen, das gehört gesagt:
Haushaltstransparenz: Der Kassensturz inklusive Nebenhaushalte, Pensionslasten und Schulden der Landesunternehmen sowie die Kritik an Schuldenkaskaden sind sachlich berechtigt und werden von Rechnungshöfen seit Jahren erhoben.
Volkseinwand: Ein fakultatives Referendum nach Schweizer Vorbild, mit halbierten Quoren, 100-Tage-Frist und ausgenommenem Haushaltsgesetz – das ist präzise durchdacht und nicht bloß hingeschrieben. Über Direktwahl des Regierenden Bürgermeisters kann man streiten (Doppellegitimation im parlamentarischen System), aber es ist ein ernsthafter Vorschlag.
Musikschulen: 24 % Festanstellungsquote auf 80 %, Honorarverträge rechtssicher überleiten – das ist die Konsequenz aus dem Herrenberg-Urteil und deckt sich fast wörtlich mit Verdi-Forderungen. Teuer, aber richtig und rechtlich getrieben.
Wasser: Vierte Reinigungsstufe, Renaturierung, neue Quellen wegen sinkender Spree-Zuflüsse – fachlich unstrittig, wenn auch unfinanziert.
Tierschutz: Zweites Tierheim, Personal in den Veterinärämtern, Zentralisierung gegen den illegalen Welpenhandel statt zwölf Bezirksstrukturen – konkret und machbar.
Denkmalschutz: Personalstellen erhöhen, den Restaurierungs-Studiengang an der HTW sichern – kleine Summen, klarer Nutzen.
Jugendamtsrecht: Akteneinsicht, Rechtsmittelbelehrung, Stärkung der Ombudsstelle, Trennung von Beratung und Sanktionierung – das sind Anliegen, die auch von Elternverbänden über das gesamte politische Spektrum hinweg kommen.
Winterdienst: Streusalz auf Gehwegen bei Eisregen, klare Auslösetatbestände statt Einzelfallermessen – banal, aber real.
Aktualisiertes Gesamturteil
Mein Befund ändert sich in der Begründung, nicht im Ergebnis.
Das Programm ist zweigeteilt. Es gibt einen Teil – Verkehr, Haushalt, Direktdemokratie, Wasser, Tierschutz, Denkmalpflege –, der fachlich gearbeitet, konkret und in großen Teilen umsetzbar ist. Und es gibt einen Teil – Migration, Sicherheit, Gesundheit, Rundfunk, Energie –, der überwiegend Bundes- und EU-Ebene adressiert, für ein Landesparlament also folgenlos bleibt, und dessen Kernversprechen an geltendem Recht scheitern.
Der zentrale handwerkliche Mangel ist jetzt klarer benennbar als vorher: Es sind nicht die fehlenden Zahlen. Es ist, dass die Zahlen da sind und nicht zueinander passen. Ein Kapitel verlangt Haushaltsausgleich in vier Jahren ohne neue Schulden. Andere Kapitel verteilen Steuersenkungen im Milliardenbereich und neue Dauerleistungen in ähnlicher Größenordnung. Zwei verschiedene Zahlen für denselben Investitionsstau stehen unversöhnt nebeneinander. Das ist kein Programm, das eine schwierige Abwägung getroffen und begründet hat – es ist eines, das die Abwägung nie vorgenommen hat, weil die Kapitel nebeneinander entstanden und nicht gegengelesen wurden.
Bei den Fakten bleibt das Muster aus meiner ersten Antwort bestehen, es hat sich nur erweitert: Einzelzahlen stimmen meist, die daraus gebauten Trendaussagen oft nicht. Bei der Kriminalstatistik wurde die eine steigende Zahl aus einem überwiegend sinkenden Bericht gewählt. Bei den Geburten wird ein Rückgang behauptet, wo die Statistik desselben Jahres ein Plus von 4,6 % zeigt. Beim Verschuldungsspielraum wird eine Zahl, die für alle 16 Länder zusammen gilt, als Berliner Spielraum ausgegeben.
Über die politischen Grundfragen urteile ich weiterhin nicht – ob mehr oder weniger Zuwanderung, Auto, Staat, das entscheiden Sie. Was ich sagen kann: Wer dieses Programm als Beschreibung dessen liest, was nach dem 20. September in Berlin geschehen würde, liest ein Dokument, dessen wirkungsvollster Teil außerhalb der Reichweite des Abgeordnetenhauses liegt und dessen finanzieller Teil sich selbst widerspricht.
Keichi 🏳️🌈💚 retweeted
Höcke zählt auf, dass die AfD gegen Frauenrechte und Kinderrechte ist, und fragt „Warum sind wir das?“.
Die Antwort ist erfrischenderweise sehr einfach.
Huuhh... Wusste gar nicht das @AktivistMann und der Spiegel so eine Vergangenheite hatten, wo er sogar freiwillig mit dennen geredet hat.
Aber was fürn Spinner das bei Corona schon war..
youtube.com/watch?v=NgM-w2jP…
HUCH... Göttingen hat ja mehr Migranten als das gesamte Bundesland Sachsen-Anhalt und die AFD kommt da trotzdem nur auf 2,6% 🤣🤣
Die #fck @AfD erzählt halt immer nur Lügenmärchen.

























