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Berlin, Deutschland
Joined March 2009
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Linus Kebba Pook retweeted
Lieber Ron Dekel, liebe @JSUDeutschland, danke für euer unermüdliches Engagement & die Kraft, mit der ihr euch gegen Antisemitismus & die reine Opferrolle, die man Euch aufdrängen möchte, stemmt. Danke für den offenen Austausch über die Situation für junge Jüdinnen & Juden in 🇩🇪.
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Berlin will eine Vereinbarung kippen, die Schulen ihre Selbstständigkeit festschreibt. Absurder geht es kaum.
Ich war selbst mehrere Jahre Jugendoffizier. So läuft es in der Praxis:
Es gibt keinen automatischen Zugang zu Schulen. Jugendoffiziere kommen nur, wenn eine Lehrkraft sie einlädt. Passend zum aktuellen Unterrichtsthema und zum Lehrplan.
Sie ergänzen den Unterricht als externe Experten und oft auch als Zeitzeugen. Ich habe früher zum Beispiel von meiner Zeit im Baltikum erzählt, von der Bundeswehr in Litauen, vom NATO-Gipfel. Mehrmals haben wir sogar live in den Mali-Einsatz geschaltet.
Die Lehrkraft ist dabei durchgehend anwesend und behält die pädagogische Leitung. Und Jugendoffiziere arbeiten auf demselben pädagogischen Fundament wie Lehrkräfte.
Das ist die Erfüllung der verfassungsrechtlichen Informationspflicht der Bundeswehr.
Kooperationsvereinbarungen gibt es in rund einem Dutzend Bundesländern. Manche verzichten bewusst darauf, weil die Zusammenarbeit auch so gut funktioniert. Berlin kam im Juni 2026 dazu. Zusammengearbeitet wurde dort schon Jahrzehnte vorher.
Was steht in der Berliner Vereinbarung?
Sie unterstreicht ausdrücklich die Selbstständigkeit der Schulen. Jugendoffiziere sind ein Angebot unter vielen, vergleichbar mit anderen externen Referenten, etwa aus der Friedensbewegung. Der Nutzen wird betont, eine Pflicht zur Einladung gibt es nicht. Dazu kommen ein jährlicher Bericht und ein mindestens halbjährlicher Austausch mit der Bildungsverwaltung. Davon profitiert auch die Verwaltung selbst.
Die Vereinbarung schafft Klarheit und Transparenz. Vorschreiben tut sie nichts.
Wer jetzt glaubt, Jugendoffiziere kämen künftig nicht mehr an Berliner Schulen, liegt falsch. In der Praxis wird sich wenig ändern. Schulen entscheiden weiterhin selbst.
Ich halte das Ende der Vereinbarung trotzdem für ein fatales Signal. Und man nimmt es bewusst in Kauf, um ein anderes politisches Signal zu senden.
Man beendet eine Vereinbarung, die ausdrücklich die Selbstständigkeit der Schulen unterstreicht.
Man entwertet einen mehrjährigen Prozess, an dem die eigene Bildungsverwaltung beteiligt war.
Man verunsichert Lehrkräfte. Vor allem junge, die noch verbeamtet auf Probe sind und eine Beurteilung ihrer Schulleitung brauchen. Wer von ihnen lädt jetzt noch einen Jugendoffizier ein?
Und irgendwo zwischen Mietendeckel und Enteignung tauchen plötzlich die Jugendoffiziere auf. Ebenengerecht ist das nicht.
Wer die Vereinbarung als „Militarisierung“ verkauft, kennt die Praxis entweder nicht (@CarloMasala1: „Das ist substanzloses Gebrabbel von jemandem, der nicht weiß, was Jugendoffiziere in Schulen machen.“😅)
Oder man will sie nicht kennen. Dann arbeitet man wissentlich mit dem Unwissen der Bevölkerung über die Arbeit der Jugendoffiziere.
Neu ist das übrigens nicht.
2019 beschloss die Berliner SPD auf ihrem Landesparteitag ein Werbeverbot für militärische Organisationen an Schulen. Die eigene Bundespartei kritisierte das heftig. Im Jahresbericht der Jugendoffiziere stand danach: keine Auswirkungen auf die Einsatzzahlen, aber viel öffentliche Wahrnehmung und Sympathie.
2024 in Thüringen wollte das BSW Einschränkungen. Im Koalitionsvertrag blieb ein moderater Satz übrig: Der Unterricht sei keine Werbeplattform. An der Praxis hat sich kaum etwas verändert.
Solche Signale bekommen oft mehr Aufmerksamkeit, als sie praktische Folgen haben. Es geht um politische Bildung auf Einladung. Nicht um Rekrutierung. Und nicht um Zwang.
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Exklusiv @welt: Die neugewählte Berliner Linke-Abgeordnete Martha Kleedörfer wettert in einer internen Chatgruppe der Berliner Linkspartei gegen die Antisemitismus-Erklärung von Linken, SPD und Grünen. Sie sei »erschüttert, dass wir uns so unterworfen haben«. Der Text der drei Landesspitzen schaffe »die Grundlage für fünf weitere Jahre Repression«. Dass die Forderung nach einer Ein-Staaten-Lösung legitim sei, sei »basic knowledge« und »auf jeden Fall keine Grundlage für eine Nichtaufnahme in die Fraktion«.
Zur ganzen Recherche: welt.de/politik/deutschland/…
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Ron hat einfach mehr Standing als jeder AfD Skinhead.
“Wir werden Neofaschisten nie wieder in unsere Synagogen lassen.”
Richtig so
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7/7 Ich mache transparent, dass mich die NIPT-Skeptiker gebeten haben, noch einmal Aufmerksamkeit für dieses Thema zu schaffen. Simone Fischer, grüne Abgeordnete und eine kleinwüchsige Frau, sagt dazu:
„Die Diskussion über den NIPT wühlt mich auf. Als eine von wenigen Abgeordneten mit sichtbarer Behinderung lässt mich die Frage nicht los: Würden wir es auch bei Hautfarbe oder Geschlecht als medizinischen Fortschritt betrachten, wenn immer mehr Menschen vorgeburtlich nach diesem Merkmal suchen – und auf den Befund dann ein Schwangerschaftsabbruch folgt? Warum fällt es uns bei Behinderung so schwer, denselben ethischen Maßstab anzulegen? Es geht nicht darum, Frauen ihre Entscheidung abzusprechen. Es geht darum, was es über uns als Gesellschaft sagt, wenn die Auslese von Behinderung zur Routine wird. Das Leben mit Behinderung ist kein Leben von geringem Wert. Es ist ein vollwertiges Leben.“
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What a time to be alive: Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die besetzten palästinensischen Gebiete gibt zu, dass die das Konzept Antisemitismus bis jetzt nicht verstanden hatte.
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Auch schon wieder peak, dass sich hier der selbe AfD-Politiker über Verrohung beklagt, der vor vier Jahren von einem Gericht dafür verurteilt wurde, dass er als erwachsener Mann einen Jugendlichen ohrfeigte, in den Schwitzkatzen nahm und ihm Hämatome hinzufügte.
Man sollte meinen, dass sich manche Antisemitismusforscher so selbst erledigen. Aber Antisemitismus und dessen Auswirkungen auf Jüdinnen und Juden relativieren, kann man offenbar erfolgreich 50 Jahre lang.
Shabbat Shalom von Antisemitismusforscher Wolfgang Benz.
tagesspiegel.de/politik/hist…
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Natürlich ist der Besuch von Issa Remmo bei der Linkspartei hochpolitisch. Er ist kausale Folge der Verharmlosung der Clan-Kriminalität aus den Universitäten und reichen Kiezen heraus.
Ja, es gibt eine berechtigte Debatte über diesen Begriff, wie man über alles diskutieren kann. Das hat aber dazu geführt, dass diese Art Mafia in Berlin unter vielen jungen Menschen, in Medien und bei Linken verharmlost und teils heroisiert wird.
In Wahrheit bewaffnen sich die Familien wie nie zuvor, werden gewaltvoller und wagen immer spektakuläre Aktionen (Stichwort Juwelendiebstahl). Die lachen sich kaputt über die Leute, die sie als reine Opfer von rassistischer Polizeiarbeit inszenieren.
Wer einmal in diesem Milieu recherchiert hat, vergisst das nicht. Wer die Video der brutalen Baseballschläger-Prügeleien und Schießereien kennt, kann Clan-Kriminalität nicht als Kleinigkeit abtun.
Irre, dass man das alles schreiben muss.
Die Funktionäre in Neukölln wissen genau, wer Ibrahim ist und sind teils seit Jahren mit ihm gemeinsam aktiv. Ich glaube nicht daran, dass es möglich sein wird, diesen Bezirksverband in den Griff zu kriegen. Verheerend.
Der langjährige PFLP-Aktivist Ibrahim Ibrahim nimmt offenbar an einer Wahlparty von DIE LINKE in Neukölln teil. Das zeigt ein Bild der Berliner Morgenpost, auf dem er gemeinsam mit Clan-Chef Issa Remmo zu sehen ist. (Foto: @MaxPribilla)
Der langjährige PFLP-Aktivist Ibrahim Ibrahim nimmt offenbar an einer Wahlparty von DIE LINKE in Neukölln teil. Das zeigt ein Bild der Berliner Morgenpost, auf dem er gemeinsam mit Clan-Chef Issa Remmo zu sehen ist. (Foto: @MaxPribilla)
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Die gewaltbereite linke Gruppe „Zäme Stah international“ posiert auf Instagram fürs Boxtraining
Und das mit interessanten Trikots: darunter ein UdSSR-Trikot, eines, das das Existenzrecht Israels negiert. Das eigentliche Highlight: ein Trikot mit ehemaligen Hamas-Führer Sinwar
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Und unbedingt auch den @ronzheimer Podcast dazu hören. Was der da sagt ist im besten Sinner bürgerlicher als was das, was viele seiner lautesten Kritiker aus ‚meiner‘ Ecke des politischen Spektrums zum ländlichen Osten von sich geben.
„.. nur Leute, die nicht hier leben, hauen so Phrasen raus wie: „Man muss immer laut sein.“ Wenn ich beim Tanz in den Mai bin und gemütlich ein Bier mit jemandem trinke, und…der wählt AfD – dann gehe ich nicht weg und lass den stehen.“
Lesen! @sz sueddeutsche.de/kultur/monch…
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Im verlinkten Artikel findet sich im Übrigen kein einziger echter Beleg dafür, dass die USA und Israel hinter dem Ansturm auf Ceuta stecken.
Ceuta was „neither a genuine humanitarian crisis nor part of an anti-colonial struggle, but part of efforts by the growing US-Israeli-Moroccan nexus (…) to weaken a progressive European government, divide Europe, and undermine international law.“
thenation.com/article/world/…
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Wie funktioniert der »Kampf gegen rechts«? Darüber schreibe und rede ich schon länger. Zuletzt hatte ich dazu der @NZZde ein Interview gegeben, auf das hiermit noch verwiesen sei. Es hat ein Augenmerk auf der Rolle von NGOs in diesem Feld. Aber eigentlich geht es um einen breiteren Zusammenhang soziopolitischer Milieus, die jenen Kampf prägen. Und um Diskurse, die co-polarisierend, mitunter radikalisierend wirken. Am besten lese man selbst: nzz.ch/international/kampf-g….
+++
Und für die, die es interessiert, noch etwas Einordnung:
Mein aktueller Fokus auf dieses Feld folgt einer langen Beschäftigung mit Radikalisierungs- und Polarisierungsfragen. Ihre Entwicklung muss an anderer Stelle erklärt werden. Hier nur das: Als Freund einer Soziologie der Kritik und Rechtfertigung halte ich den Perspektivwechsel für zwingend.
Auf eine Analyse rechter Muster und Reflexe muss eine Betrachtung der Gegenseite folgen. Und da eine solche noch in den Kinderschuhen steckt, hat hier jetzt der Fokus zu liegen. Nur so lässt sich verstehen, welche Ideen da aufeinanderprallen und warum sie (nicht) überzeugen – oder auch, warum Akteure handeln wie sie handeln.
Wo der Fokus mal auf einer Seite des Konfliktgeschehens liegt, ist man schnell mit Mustern und Reflexen jenes Lagers konfrontiert. Und natürlich wollen es auch seine Kritiker nutzen. Das gilt ebenso für die NZZ.
Journalistisch löblich ist, dass das Interview durchweg kritischen Fragen folgt. Das gibt mir auch die Gelegenheit, mich zu rechtfertigen, also die Kritik zu elaborieren. Aber das Framing »Insider erhebt schwere Vorwürfe« muss ich noch kommentieren:
Insider bin ich nur insofern, als ich im NGO-Bereich arbeite. Um Interna geht es nicht. Das ist halt meine soziologische Sicht auf das Feld. Eher noch kann man das der teilnehmenden Beobachtung zuordnen.
Es geht im Interview um große Linien, um Strukturen und Diskurse, Interessen und Zwänge, Mechanismen und Prozesse. Nicht um konkrete Institutionen oder Personen.
Ich sage auch nicht, dass Gefahren »bewusst« überzeichnet werden, sondern vielmehr unbewusst. Die Beteiligten handeln nämlich nach ihrem Wissen und Gewissen. Die Frage ist, wie ihre Wissensordnung zustande kommt, die Deutungen und Handlungen anleitet.
Theoretisch könnte die NZZ nun eine solche Kritik am Framing verarbeiten, dagegen argumentieren oder ausblenden. Und interessierte Dritte können entscheiden, was sie überzeugender finden. Das ist das Schöne an der (aufgeklärten) Demokratie: Es gilt der zwangslose Zwang des besseren Arguments.
In diesem Sinne können auch die, die sich von der Kritik am Kampf gegen rechts angesprochen fühlen, dazu (nicht) verhalten: mit Reflexion, Gegenkritik, Ignoranz – oder persönlichen Angriffen. In jedem Falle geben die Reaktionen Aufschluss über die Muster und Reflexe, um die es in der Sache geht.



































