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Am 18.9. erscheint unser Buch „Der Stille Krieg. Wie Autokraten Deutschland angreifen“ (mit @mwehner4). Es zeigt das Spektrum hybrider Kriegführung von Sabotage über Desinformation bis zu Migration und enthält eine Fortsetzung der #MoskauConnection. chbeck.de/derstillekrieg
Morgen im @FAZ_Feuilleton die Kritik zum Konzert von Stevie Wonder in Hannover. @pkrohn1 nennt den Auftritt (drei Stunden, dreißig Musiker) „epochal“.
Reinhard Bingener retweeted
Hörenswerter Essay von @RBingener in den #Glaubenssachen über Strukturdebatten in der evangelischen #Kirche. Während die Befürworter Neuerungen wegen der Finanznot für unausweichlich halten, befürchten Kritiker einen weiteren Kontaktverlust an der Basis.
ndr.de/kultur/epg/bleibt-die…
Sehr lustig: Die OAZ veröffentlicht erst eine erstaunlich ausgewogene Darstellung zur gestrigen Debatte bei Lanz. Keine drei Stunden später lässt der neue Herausgeber das Gegenteil davon folgen inklusive Ergebenheitsadresse an seinen Verleger. Stress im Politbüro?
Das ist aus meiner Sicht die Tragik des Trommelfeuers vonseiten AfD und BSW. Die bisher erstaunlich stabilen und hohen Zustimmungswerte für die Unterstützung der Ukraine geraten unter Druck. Deshalb muss man den Kreml-Narrativen entschieden entgegentreten.
Reinhard Bingener retweeted
Tjerk Brühwiller aus Brasilien über die Zukunft demokratischer Öffentlichkeit.
Oh, das ist mal wieder eine richtige Troll-Falle geworden. Alle gerade sehr aktiv bei mir seit Sachsen-Anhalt. Geht auch um viel, gelle?
Muss man auch mal schaffen, den Skandal um Hülya Iri mit keinem Wort zu erwähnen. 🧐 Das spielt im Wahlkreis von Schröder-Köpf! bild.de/politik/inland/doris…
Heinrich August Winkler morgen im @FAZ_Feuilleton zur (Nicht?-)Zukunft der Mitte-Parteien 🎯
Der mitteldeutsche Landesbischof Kramer kritisiert klar den Russland-Antrag von AfD und BSW. (Kramers Name kursierte wegen seiner Herkunft aus der Friedensbewegung in Magdeburg als möglicher überparteilicher MP - aber die Friedensbewegung ist eben auch kein monolithischer Block)
Sitzungsleitung „ohne den Kollegen der CDU“ gestalten, sagt Landtagspräsident Rausch (AfD). Der Angriff auf die Institutionen hat begonnen.
Wie man im #BSW gar nicht merkt, dass Tobias Rausch dieser eine Hinterhof-Händler ist, der Dir gerade ’ne Schrottkiste andrehen will. Für 7 Minuten Redezeit kann man sich auch mal gern bezirzen und dummflüstern lassen, wie man künftig als #AfD-Franchise zu sputen hat. Wer meint, ein paar Fotos vom Abend reichten, hat das Ausmaß dieser Freakshow in Sachsen-Anhalt noch nicht ganz begriffen.
Wenn das die Linie der gesamten Fraktion der CDU wird, geriete zunächst das BSW unter Zugzwang. Später könnte dann Szenario dritter Wahlgang greifen. Frage ist, ob CDU dann weiter fernbleibt (und dadurch dann Quorum entscheidend senkt)
Nach am Wochenende zwischen mir und dem Fraktionsvorsitzenden begonnenen Überlegungen zum Umgang mit der Wahl eines Ministerpräsidenten, habe ich in Absprache mit dem Fraktionsvorsitzenden dem geschäftsführenden Fraktionsvorstand soeben vorgeschlagen, der Fraktion zu empfehlen, zur Wahl des Ministerpräsidenten geschlossen den Plenarsaal im Landtag von Sachsen-Anhalt zu verlassen.
Die Vorwürfe gegen Fraktionsmitglieder haben Grenzen überschritten.
Eine Unterstützung eines AfD-Kandidaten schließen wir weiterhin aus.
Vergesst das mit dem Parteiausschluss von #Schröder. In der zuständigen Hannover-SPD (die zzt in diversen Finanz-Affären versinkt) wollen das einflussreiche Leute nicht, die auch für Ehrennadel in feierlichem Rahmen sorgten. Es gibt auch weiter Gesprächskontakt zum Altkanzler.
CDA-Chef Dennis Radtke (CDU), @RadtkeMdEP, nennt Schröders jüngsten Moskau-Auftritt im Tagesspiegel einen „Fall von moralischer Insolvenz“ und fordert die SPD auf, Schröder endlich vor die Tür zu setzen.
Und ja, da hat er einen Punkt.
Es grenzt ja auch schon an ein medizinisches Wunder. 🩺
Gerhard Schröder ist zu krank, um vor einem Untersuchungsausschuss auszusagen. Aber fit genug, um in Moskau Putins Geburtstag zu feiern. Und für einen neuen Aufsichtsratsposten in Russland reicht es auch noch.
Inzwischen fordern auch die SPD-Landesvorsitzenden aus Bayern und Baden-Württemberg ein neues Parteiausschlussverfahren. Der SPD-Bezirk Oberpfalz hat am Samstag sogar einstimmig dafür gestimmt.
Andere winken ab. Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ulf Kämpfer erklärt, die Wege von SPD und Schröder hätten sich „schon vor vielen Jahren getrennt“. Ob mit oder ohne Parteibuch.
Ach ja? Dann verstehe ich eines nicht: Warum hat Schröder immer noch sein SPD-Parteibuch?
2022 und 2023 scheiterten alle Ausschlussverfahren. Seitdem stößt bei jedem Glas Champagner in Moskau die SPD unfreiwillig mit an. Das ist eine Schande!
Es geht längst nicht mehr darum, dass ein ehemaliger Kanzler eine andere Meinung zur Russlandpolitik vertritt. Es geht darum, dass er einem Mann demonstrativ die Treue hält, der seit mehr als viereinhalb Jahren einen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine führt.
Das eigentlich Erstaunliche steht aber am Ende des Tagesspiegel-Artikels: Weil ausgerechnet Ralf Stegner, SPD-Außenpolitiker im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, Schröders Besuch bei Putin gewürdigt hat, fragt jetzt sogar ein Genosse öffentlich, ob das zur Verantwortung eines Ausschussmitglieds passt: Pierre Orthen, SPD-Ortsvereinschef im badischen Leutenbach.
Gute Frage. Schröder ist ein Fall für die Geschichtsbücher. Stegner dagegen sitzt heute im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages und leitet obendrein den Unterausschuss für Rüstungskontrolle und Abrüstung.
Im April 2025 reiste er zu Gesprächen mit kremlnahen Vertretern nach Baku. Thema war offenbar die Zukunft des Petersburger Dialogs, jenes Gesprächsforums, das Schröder 2001 gemeinsam mit Putin gegründet hatte. Im Juni 2026 soll Stegner Schröders Draht zu Putin gelobt haben. Und jetzt also die Geburtstagsfeier.
Was haben all diese Kontakte bislang für den Frieden in der Ukraine bewirkt?
Wer solche Gespräche immer wieder als Friedensbemühungen rechtfertigt, sollte irgendwann auch erklären können, was dabei herausgekommen ist.
Sonst bleibt von der Friedensdiplomatie vor allem eines: eine Menge Verständnis für die Gesprächspartner des Aggressors.
Interessant
Wer August Hanning vor Gericht verteidigt, führt direkt in einen bemerkenswerten politischen Kreis. Es ist der Hamburger Strafrechtler Leon Kruse von der Kanzlei Schwenn Kruse Georg, der das Mandat für den verhafteten Ex-BND-Präsidenten August Hanning übernommen hat.
Das Mandat für das Spionage-Verfahren ist dabei nicht die erste Verbindung: Der Hamburger Strafverteidiger vertrat den Ex-Geheimdienstchef bereits im spektakulären „Block“-Komplexrund um die Entführung der Steakhaus-Kinder, bei dessen Ermittlungen die brisanten Dokumente überhaupt erst ans Licht kamen.
Dass ausgerechnet diese Kanzlei gerufen wird, hat Tradition. Gründer Johann Schwenn verteidigte in den 90er-Jahren den DDR-Spionagechef Markus Wolf, der engste Kontakte nach Moskau und zum KGB pflegte.
Heute führt Kruses Mandantenliste von diesem geheimdienstlichen Umfeld direkt ins Zentrum der Hamburger Finanzpolitik. Kruse vertritt parallel zu Hanning die Hamburger Finanzbeamtin, die im Cum-Ex-Komplex rund um die Warburg-Bank angeklagt ist. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, schützend ihre Hand über die Bank gehalten zu haben, um die Rückforderung von 90 Millionen Euro Steuergeldern zu verhindern.
Über diese Cum-Ex-Spuren schließt sich der Kreis zu dem ehemaligen SPD-Abgeordneten Johannes Kahrs, der als politischer Strippenzieher für den Warburg-Bankier Christian Olearius agierte.
Genau hier kreuzen sich die Wege von Ex-BND Hanning und Ex-Politiker Kahrs wieder. Beide fanden in einer umstrittenen Lobby-Organisation zusammen: dem Deutsch-Aserbaidschanischen Forum. Hanning saß dort im Vorstand, Kahrs im Kuratorium. Der Verein bringt über Jahre deutsche Politiker mit dem autoritären Regime in Baku zusammen.
Angesichts der aktuellen Spionage-Vorwürfe gegen Hanning muss vor allem das Deutsch-Aserbaidschanische Forum genauer unter die Lupe genommen werden. Organisationen wie LobbyControl kritisieren diese Institution seit Jahren als intransparente Lobby-Drehscheibe für das autoritäre Regime in Baku.
Dass mit Hanning nun ein langjähriges Vorstandsmitglied unter Spionageverdacht steht, gibt dieser alten Lobby-Achse ein neues, brandgefährliches Gewicht.
Sehr gute Analyse von Friedrich Schmidt
Russische Raketen töten ukrainische Kinder und Schröder besucht Putin zum Geburtstag. Der benutzt den früheren Kanzler als Trophäe. Sein Ziel: die Stimmung hierzulande beeinflussen. faz.net/aktuell/politik/ukra…
Reinhard Bingener retweeted
Irina Scherbakowa auf der Frankfurter Buchmesse: "Ich wende mich an die deutsche Gesellschaft: Wie schwer es auch ist, wie müde man ist. Ich höre von vielen Menschen, man kann schon die Nachrichten nicht mehr sehen. Ich kann das schon als alles nicht mehr ertragen.
Das ist Putins Taktik, dass man müde wird, dass man wegschaut, dass man zu allem bereit ist, damit dieser Krieg irgendwie zu Ende geht.
Aber das ist eine schlechte Botschaft, also wenigstens für diese kurze Zeit. Putin wird diesen Krieg nicht stoppen. Er wird nicht aufhören."



























