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Heute vor drei Jahren überfielen Hamas-Terroristen Israel und ermordeten mehr als tausend Menschen. Am 7. Oktober 2023 kam ich, mit dem Fahrrad am Neckar entlangfahrend, in Heidelberg an und hörte auf dem Marktplatz Menschen über den Anschlag sprechen.
Wenn etwas meine ohnehin seit jeher bestehende Überzeugung, mich gegen Extremismus zu stellen und dies auch klar zum Ausdruck zu bringen, noch einmal nachdrücklich bestärkt hat, dann war es dieser Terroranschlag: der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust.
Der Umgang mit manchen Leuten ist seither leider schwierig geworden. Manche Freundschaften sind zerbrochen, manche verwandtschaftlichen Beziehungen abgekühlt. Das alles ist schmerzlich. Andere Menschen fragen mich, warum ich mich in dieser Frage so sehr engagiere. Ich möchte darauf gerne antworten.
Seit meiner Kindheit erlebe ich, dass Menschen im Namen von Religion nicht nur Freiheiten massiv beschränken, sondern auch Gewalt ausüben. Dass Frauen gezwungen werden, Kopftuch zu tragen oder sich gleich vollständig zu verhüllen. Dass Menschen öffentlich ausgepeitscht oder hingerichtet werden. Dass „Blasphemie“ als Vorwurf gegen missliebige Menschen dient, die dadurch zur Zielscheibe von Gewalt werden können.
Ich habe als Kind die mörderische Wut gegen Rudi Carrell nach seinem Khomeini-Witz erlebt und die bis heute andauernde Jagd auf den Schriftsteller Salman Rushdie. Ich habe mehr als ein Dutzend Bekannte, Freunde und Kollegen durch die Hand islamistischer Extremisten verloren.
Seit Jahren höre ich in muslimischen Ländern Aussagen wie: Hitler sei doch „ein hervorragender Staatsmann“ gewesen, er habe „leider sein Werk nicht vollendet“. Ich höre, wie Bin Laden als „Bruder“, „einer von uns“ oder gar als „Held“ gefeiert wird. Selbst in Oxford und Harvard ausgebildete Anwältinnen in Pakistan äußern solche Ansichten. Ich fand das immer schwer erträglich, konnte mir aber immerhin sagen: Das ist weit weg, so redet zum Glück niemand bei uns.
Und nun erlebe ich seit dem 7. Oktober 2023, dass Hamas-Terroristen auch bei uns, in Deutschland, gefeiert und bejubelt werden. Man müsse „die ganze Geschichte“ sehen – zur „ganzen Geschichte“ könnte ich einiges erzählen! –, und bei den Tätern handele es sich um „Widerstandskämpfer“. In Berlin-Neukölln verteilten Menschen Süßigkeiten nach dem Massenmord.
Und es sind keineswegs nur Menschen mit migrantischem Hintergrund, die solche Mörder glorifizieren. Auch weiße, deutsche, sich selbst als links verstehende junge Menschen binden sich eine Kufiya, ein „Palästinensertuch“, um den Hals oder um den Hintern und rufen „Free Palestine“, „Free Gaza“ oder gleich „Yalla Yalla Intifada“, ohne zu kapieren, welche politischen und historischen Bedeutungen diese Parolen haben. Es ist die komplette Wohlstandsverwahrlosung.
Auf TikTok kursieren unzählige Videos, in denen Hamas-Terroristen und Osama bin Laden als Helden gefeiert werden – als „Kämpfer für die Unterdrückten“, als Gegner des Kapitalismus, als vermeintlich starke Vertreter des „globalen Südens“. Und immer mehr junge Menschen glauben diesen Blödsinn auch noch.
In dieser wahrlich beängstigenden Situation kommen rechtsextreme Volltrottel daher, reden von „millionenfacher Remigration“ und bedrohen gleich alle Menschen, die ihnen fremd oder irgendwie muslimisch erscheinen.
Und wissen Sie, wer schweigt? Wer nichts sagt? Wer dem Islamismus, der Terrorverherrlichung und der Verbrüderung von Teilen der extremen Linken mit Islamisten nichts entgegensetzt – und zwar so entschieden, dass nicht am Ende die Rechtsextremen als diejenigen erscheinen, die als Einzige tatsächlich etwas dagegen hätten?
Die politische Mitte.
Jenes Spektrum also, dem ich mich zugehörig fühle.
Sie sitzt da, bräsig und unfähig, vielleicht auch schlicht überfordert, und verhandelt am Ende mit irgendwelchen Islamverbänden, während sie den politischen Raum denen überlässt, die ihn am lautesten besetzen.
Das ist der Grund, weshalb ich beschlossen habe, auch hier nicht zu schweigen.
Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der Rechtsextremisten den Ton angeben. Ich möchte aber ebenso wenig in einer Gesellschaft leben, in der die Scharia gilt und religiöse Autoritäten bestimmen, was gesagt, getan oder gedacht werden darf oder welche Kleidung getragen werden muss.
Man schaue sich um, überall, wie es Menschen ergeht, die als Juden erkennbar sind. Wie selbst Restaurants beschützt werden müssen, Kindergärten, Schulen, Gotteshäuser, diplomatische Vertretungen schon eh seit Jahren. Mitten in Berlin zum Beispiel. Nichts davon ist „Widerstandskampf“, nichts davon „Kritik an der Regierung Israels“. Beschämend ist das.
Heute ist vor allem ein Tag des Gedenkens an die Opfer des 7. Oktober 2023. Was dort geschah, ist nur eins: Terror. Nichts anderes. Mögen die Toten in Frieden ruhen. Mögen die vielen Menschen, die an Körper und Seele verletzt wurden, Heilung erfahren und ebenfalls Frieden finden. Und mögen wir die Terroristen besiegen.
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Facebook has shared data on social connectedness between regions of the world and it's a goldmine for people interested in phantom borders and migration patterns.
For example, here are friendships of people from Ostrava, Czechia. Can you spot the 1938 Czechoslovakia? 🧵🧵🧵-->
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👋 Greetings from Brisbane!
Our #mortality research team is here at #IPC2025, exchanging ideas and research insights with great colleagues from around the world.
🙌 Very proud to be part of the global #PopulationStudies community! #poptwitter
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Feeling happy and proud, that my PhD thesis “Gender Inequality in the Italian Academy: A Life-Course Perspective on Careers and Fertility” has received an honorary mention for the @SIStatistica Award for Best PhD Dissertation in Demography! Big thanks @agnevitali for support ❤️
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Lieber @Karl_Lauterbach, bei uns im Keller ist noch Platz an der Platte 🏓 #TischtennisGate
Wie haben eine eigene Tischtennisliga im Haus – und spannende Forschung zu #Gesundheit, #Lebenserwartung & Co.
Schläger liegt bereit, herzliche Einladung nach Wiesbaden vom @bib_bund!
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📊 Frauen unterschätzen ihre #Lebenserwartung, Männer überschätzen sie – das zeigt eine neue #BiB-Studie.
Besonders problematisch: Wer sich "zu früh sterben sieht", denkt oft nicht ausreichend an die #Altersvorsorge.
🔗 #BiBAktuell bib.bund.de/Publikation/2025…
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Thank you America, thank you for your support, thank you for this visit. Thank you @POTUS, Congress, and the American people.
Ukraine needs just and lasting peace, and we are working exactly for that.
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The numbers are in: In 2024, @TheOceanCleanup removed 11,740,000 kg of trash—a 78% year-over-year increase.
A big thank-you to everyone who helped make this happen!
Now, let’s double this in 2025!
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Why panic about birthrates is overblown: “US women born in 1976 had on average 2.2 children by the time they turned 45. That figure is slightly higher than that of women born in 1959 (2.0). Fertility decline may be less dramatic than many people think” foreignaffairs.com/united-st…
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Natalie Nitsche @Demography_ANU shows based on #NLSY79 data that homogamous tertiary educated couples have the highest first and second birth rates in the US 🇺🇸, indicating the relevance of resource pooling for family formation @PopAssocAmerica #poptwitter
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Job klaxon: We're hiring an Associate Professor in Sociology at @UCLSocRes. Position is open to any applied field, deadline 20 December. I'm chairing this search.
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"Some archaeologists have dismissed cultural evolutionary theory, substituting a view of culture change that results from agency & intentionality. This emphasis projects the modern academic imagination onto the past" cambridge.org/core/journals/…
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A Rock-Star Researcher Spun a Web of Lies and Nearly Got Away with It thewalrus.ca/a-rock-star-res…































