Die fundierten Erklärungen eines Nikolaus Wildner sind immer eine Freude zu lesen im Gegensatz zu den üblich oberflächlichen Infos mit deutlicher Schlagseite von den meisten seiner Kollegen.
Dass in Israel auch gemäßigte Oppositionsparteien großteils gegen Koalitionsvarianten mit arabischen Parteien sind, liegt nicht daran, dass diese Parteien arabisch sind, sondern daran, dass sie sich nicht mit dem Staat Israel identifizieren.
Für das politische Establishment Israels ist das ein symbolisches und ein praktisches Problem. Welche Art von Konsensfindung wäre in einer Regierungskoalition aus Eizenkots Block und dem arabischen Block in sicherheitspolitischen Fragen möglich?
Vor allem die 11 Mandate starke Joint List müsste, um sich selbst treu zu bleiben, ihr gesamtes politisches Gewicht gegen praktisch jeden Einsatz der israelischen Armee stemmen, womit eine solche Regierungskoalition zumindest in diesem Bereich, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt handeln könnte.
Die rund 150.00 israelischen Drusen sind ein Beispiel dafür, dass in Israel nicht alle Angehörige arabischer Minderheiten ablehnen, sich mit Israel zu identifizieren: Zu einem überwiegenden Großteil verwenden Israels Drusen, gemeinsam mit ihrer fünffarbigen Fahne, auch die israelische Fahne, singen die israelische Hymne und dienen in der israelischen Armee.
Da sie sich als Teil der israelischen Gesellschaft und des jüdischen Commonwealth verstehen, schicken die Drusen für gewöhnlich auch keine eigenen Parteien ins Rennen, sondern stimmen großteils für Parteien des zionistischen Establishments.
Die stärkste Partei unter den Drusen war diesmal Eizenkots Yashar-Partei mit ungefähr 40%. Unter den Drusen auf den Golanhöhen, die gewählt haben, konnte Avigdor Liberman das beste Ergebnis einfahren.
Auch nicht-drusische Araber haben für zionistische Parteien gestimmt - aber diesmal anscheinend nur etwas mehr als 10% von ihnen. Der Anteil der israelischen Araber, die für zionistische Parteien stimmen, ist in den vergangenen Jahrzehnten von ca. 50% auf ca. 10% geschrumpft.
In den Augen der Joint List sind die arabischen Staatsbürger Israels Angehörige der Nation der Palästinenser und sollten als solche auch innerhalb Israels anerkannt werden. Damit grenzen sie sich, anders als die meisten Drusen, von einer israelischen Identität ab, die andere, kleinere nichtjüdische Minderheiten in Israel angenommen haben.
Aber auch unter den (nicht-drusischen) Arabern Israels definieren sich viele als Israelis und nicht als Palästinenser. Wie viele? Das ist Gegenstand komplizierter und heftiger Debatten und lässt sich so nicht einfach in einer Zahl ausdrücken.
Derzeit scheinen auch im deutschsprachigen Raum manche Berichterstatter und Experten den Arabern Israels einen Gefallen tun zu wollen, indem sie sie pauschal als „Palästinenser israelischer Staatsbürgerschaft“ bezeichnen, womit sie dieser heterogenen Bevölkerung eine Identität zuschreiben, die sie kategorisch von einer selbstgewählten Zugehörigkeit zum jüdischen bzw. israelischen Commonwealth ausschließt - was nachweislich nicht allen Angehörigen dieser Bevölkerung recht ist.
Das Dilemma, wie mit dieser Identitätenfrage in den kommenden Koalitionsverhandlungen in Israel umzugehen ist, liegt, anders als derzeit vielfach behauptet, also viel mehr bei den arabischen als bei den zionistischen Parteien.
Für keine der zionistischen Parteien wird der jüdische Charakter des Staates Israel grundsätzlich zur Debatte stehen. Vor allem die arabischen Parteien der Joint List stehen hingegen vor der Wahl, ob sie sich weiter als Antithese zum israelischen System positionieren wollen, oder ob sie einen Prozess der Integration einleiten wollen, um in diesem System einen Platz zu finden, ohne dabei eine Garantie auf Erfolg zu haben.
Da die Joint List jedoch für ihre bisherigen Positionierungen zum Staat Israel gewählt worden ist, wird sie einen Integrationsprozess mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt vollziehen. Die islamisch-konservative Ra‘am-Partei hat diesen Prozess in den vergangenen Jahren begonnen - wo er schlussendlich enden wird bzw. soll ist nicht absehbar.
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In Israel herrschen in beiden großen politischen Lagern - Regierung und Opposition - und bei ihren Sympathisanten heute verschiedene Formen der Enttäuschung, was ich verstehen kann. Ich habe aber auch den Eindruck, dass derzeit viele auch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.
Was man im derzeitigen Wahlergebnis auch erkennen kann:
1. Es ist ein Erfolg der israelischen Demokratie. Alle Bevölkerungsgruppen - Juden, Araber, Zentrum, Peripherie, Ultraorthodoxe, Beduinen, „1. und 2. Israel“, etc. etc. haben emphatisch von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
2. Kein „Block“ hat das Mandat erhalten, alleine richtungsweisende Entscheidungen für die gesamte Gesellschaft zu treffen. Das wird gerne als Polarisierung gedeutet, aber darin manifestiert sich auch der Auftrag der Bevölkerung an ihre Führung, ein Modell zu finden, in dem alle, oder zumindest möglichst viele Israelis ihre Gegenwart und ihre Zukunft mitgestalten können - Rechte, Linke, Juden, Araber.
3. Der überwiegende Großteil der jüdischen Israelis hat Mitte/Mitte-Rechts/Rechts-Konservativ gewählt - bei einer gleichzeitigen Schwächung des rechten Rands. Die Botschaft dahinter dürfte lauten: Wir wollen Sicherheit nach außen und Ruhe und Stabilität nach innen - und weniger Drama und keine weitere Polarisierung.
Das Problem dabei ist vor allem, dass Netanjahu für gewöhnlich eine Art Alleinherrschaftsanspruch an seine politischen Partner stellt, was ihn als Koalitionspartner für die Parteivorsitzenden des Oppositionsblocks disqualifiziert. Inhaltlich sollte Netanjahu, auf dem Papier, leicht eine Koalition mit Eizenkot, Bennett/(Lapid?) und Liberman bilden können.
4. Vielleicht zeichnet sich für Israel also weniger eine ausweglose innenpolitische Situation ab, sondern eher der Auftrag an die Politik, Unterscheidungen wie jene zwischen „1. und 2. Israel“ zu überwinden? Dafür müssten sich vermutlich alle, zumindest etwas, bewegen, anstatt darauf zu bestehen, den jeweils anderen Block zu „besiegen“.
Karin retweeted
Vor den israelischen Parlamentswahlen wird, auch im deutschsprachigen Raum, verhältnismäßig viel über Israels arabische Parteien gesprochen und geschrieben - wobei jedoch kaum Fragen zu den politischen Grundsätzen dieser Parteien beantwortet oder überhaupt gestellt werden.
Meistens wird darauf hingewiesen, dass die arabischen Parteien als potentielle Koalitionspartner vonseiten des jüdisch-zionistischen Parteienspektrums ausgeschlossen werden, was - implizit oder explizit ausgedrückt - auf Formen von Rassismus und Diskriminierung von Arabern durch Juden zurückgehen müsse.
Unerwähnt bleibt meist, dass die arabischen Parteien - manche mit mehr, andere mit weniger Nachdruck - die politische Forderung vertreten, Israels Staatsform grundlegend zu ändern: Von einer Demokratie mit jüdischem Nationalcharakter in eine Demokratie ohne spezifischen Nationalcharakter.
Daneben besteht die Forderung, innerhalb der Grenzen von (also vor) 1967 einen palästinensischen Nationalstaat zu errichten, und innerhalb Israels als nationale Minderheit der Palästinenser anerkannt zu werden.
Man kann zu diesen Forderungen stehen wie man will, sollte aber erkennen können, dass diese Forderungen nicht mit dem jüdisch-zionistischen Establishment der israelischen politischen Landschaft kompatibel sind - und auch nicht kompatibel sein sollen.
Das jüdisch-zionistische Parteienspektrum - von links bis rechts - ist der Vision eines Gemeinwesens verpflichtet, das sowohl jüdisch, als auch demokratisch sein soll, in dem Minderheiten zwar gleiche Rechte (bei weniger Pflichten - etwa beim Armeedienst), aber nicht dieselbe Definitionsmacht über das israelische Gemeinwesen haben sollen.
Vieles in der israelischen Realität bleibt auch im Jahr 2026 hinter den hohen Ansprüchen der israelischen Demokratie zurück, wie sie zB auch in der israelischen Unabhängigkeitserklärung von 1948 verankert sind:
"Wir wenden uns – selbst inmitten mörderischer Angriffe, denen wir seit Monaten ausgesetzt sind – an die in Israel lebenden Araber mit dem Aufrufe, den Frieden zu wahren und sich aufgrund voller bürgerlicher Gleichberechtigung und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen des Staates an seinem Aufbau zu beteiligen."
Beobachtern der israelischen Innenpolitik sollte aber klar sein, dass der Koalitionsboykott zwischen zionistischen und arabischen Parteien keine Einbahnstraße ist, sondern auf Gegenseitigkeit beruht. Auch die arabischen Parteien, die eine Demokratie ohne jüdischen Nationalcharakter fordern, haben grundsätzlich keine Absichten, zionistischen Parteien zu einer Regierungsmehrheit zu verhelfen.
Die islamistische Ra'am-Partei hat diese Art des gegenseitigen Boykotts unter ihrem Vorsitzenden Mansour Abbas etwas aufgeweicht: Abbas bekennt sich zwar nicht zum Zionismus als politisches Programm, hat aber anerkannt, dass der jüdische Staat ein fait accompli ist und es auch bleiben wird - und dass konstruktive arabische Politik innerhalb Israels durch eine Teilnahme am politischen System geschehen muss - und nicht, wie bisher, als Antithese dazu.
Das Ergebnis war, innerhalb kürzester Zeit, eine historische Premiere: Die Beteiligung Ra'ams an einer israelischen Regierungskoalition - gemeinsam mit sieben anderen jüdisch-zionistischen Parteien - von 2021 bis 2022.
Für diese Wahlen konnte Mansour Abbas einen ehemaligen Generalmajor der israelischen Polizei, Yoav Segalovitz, für seinen zweiten Listenplatz gewinnen - also einen jüdischen Zionisten, der von der zentristischen Partei Yesh Atid zu Ra'am gewechselt hat und damit signalisiert, dass jüdisch-arabische Kooperation in Israel nicht nur möglich, sondern für alle Bevölkerungsgruppen auch dringend notwendig ist.
Diese Kooperation findet in praktisch allen Lebensbereichen der israelischen Gesellschaft bereits weitaus mehr statt, als es die Aufteilung der Parteienlandschaft in jüdische und arabische Parteien vermuten lässt.
Und auch wenn in Israels großteils Juden durch Juden und Araber durch Araber vertreten werden, gibt es genauso eine arabische Wählerschaft der jüdischen - und eine jüdische Wählerschaft der arabischen Parteien: Araber, die damit einverstanden sind, als Angehörige einer Minderheit in einem jüdischen Staat zu leben und deshalb für zionistische Parteien stimmen - und Juden, die arabischen Parteien ihre Stimme geben, weil sie die jetzige Staatsform Israels ablehnen.
Schauen wir mal, welche Rolle(n) die arabischen Parteien nach den Wahlen am Dienstag spielen können - und welche davon sie auch spielen wollen. Mit der zionistischen Opposition verbindet sie jedenfalls der Wille, Netanjahu und seinen rechten/rechtsextremen/religiösen Block von einer erneuten Regierungsbildung fernzuhalten.
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„Frankreich brennt, und Bernard-Henri Lévy verfolgt die Entwicklung mit tiefer Bestürzung.“
Einer der wichtigsten Texte dieses Wochenendes. Ein flammendes Plädoyer gegen die „Faschisten“ (@BHL) von rechts und links, zugunsten der bedrängten politischen Mitte.
Trump: It’s coming down to three things. And I believe, she’s right.
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Zur Logik palästinensischer politischer Gewalt.
Bei Attacken wie heute Früh in Hebron widmet sich der mediale Diskurs meist sehr schnell den Fragen der Folgen und des cui bono (also wer, vor allem auf israelischer Seite, davon profitiert oder profitieren könnte). Die Frage nach dem Motiv bleibt dabei häufig nicht nur unbeantwortet sondern wird meist gar nicht gestellt.
Dabei scheinen zumindest manche den Einsatz politischer Gewalt von Palästinensern gegen Israelis als ein Naturgesetz zu betrachten - aus Gewohnheit oder aus Überzeugung. Es gibt jedoch weder in der Geschichte noch in der Gegenwart ein universell gültiges Prinzip, das besagt, dass (empfundene und/oder tatsächliche) Unterdrückung und/oder Diskriminierung zur Anwendung tödlicher Gewalt führen muss. (Es steht selbstverständlich außer Frage, dass das einer von vielen möglichen Pfaden ist).
Wo der Mensch aber nicht aus einem unentrinnbaren Reflex heraus handelt, handelt er durch Entscheidungen - und diesen Entscheidungen liegen wiederum Motive zugrunde.
Das Motiv palästinensischer politischer Gewalt gegen Israelis ist es, die Botschaft zu vermitteln, dass die Existenz eines selbstbestimmten jüdischen Kollektivs innerhalb des Gebiets des ehemaligen britischen Mandatsgebiets Palästina für seine Angehörigen immer einen hohen kollektiven und individuellen Preis haben wird, und dass sich Israelis, vor allem israelische Juden, darin nie völlig sicher fühlen werden.
Dieses Motiv basiert auf dem Gedanken, dass das Wohlergehen der palästinensischen Nation den Niedergang Israels und der darin lebenden jüdischen Nation voraussetzt.
Der Einsatz von Gewalt soll also vorerst nicht Palästinensern helfen, sondern vor allem Israelis schaden - weil das angeblich der Pfad ist, der im weiteren Verlauf Palästinensern die größtmögliche Verbesserung bringen soll. Soweit der Gedanke.
In der Realität tritt das Gegenteil ein: Die Gewalt trifft nicht nur die israelische Seite sondern hat auch langfristig katastrophale Folgen für die Palästinenser im Westjordanland und in Gaza.
Es gibt eine (gefühlt) wachsende Anzahl von palästinensischen Stimmen, die die Theorie palästinensischer politischer Gewalt als Sackgasse bewerten. Zur Erinnerung: U.a. sagt der palästinensische Oppositionelle Samer Sinijlawi @SSinijlawi, dass Palästinenser - aus eigenem Interesse - diametral entgegengesetzt zur herkömmlichen Herangehensweise handeln sollten:
Anstatt Israelis in Angst und Schrecken zu versetzen, sollten sie versuchen, ihr Vertrauen zu gewinnen. Und anstatt im Rest der Welt die Gegenerschaft gegen Israel zu fördern, sollten sie auf Israel als künftigen Partner setzen.
“Frauenmord ist kein plötzlicher Ausbruch von Gewalt und momentaner Wahnsinn! Es ist das Produkt einer Kultur, die die männliche Herrschaft über die Frau normalisiert, Kontrolle anstelle von Liebe setzt und Dominanz im Gewand der Familie versteckt.”
#مینا_سلطانی را همسرش کشت.
او در خانهاش، پناهگاهش سلاخی شد.
طبق گزارش ههنگاو، همسر مینا با ضربات متعدد چاقو جانش را گرفته، درحالیکه پسر دهسالهشان نیز در خانه بود. مرد پس از قتل با پلیس تماس گرفت و با گفتن جملهای تحقیرآمیز و زنستیزانه، ضعیفه را کشتم، خود را تسلیم کرد.
زنان در ایران برای حق زنده ماندن هم باید بجنگند؟ برای اینکه کشته نشوند، باید از چه کسی اجازه بگیرند؟ از قانون؟ شوهر و برادر و پدر؟ جامعهای که زن را صاحب اختیار جان و بدن خودش نمیداند؟
زنکشی، انفجار ناگهانی خشونت و جنون لحظهای نیست! محصول فرهنگی است که مالکیت مرد بر زن را عادی میکند، کنترل را بهجای عشق مینشاند و سلطه را در لباس خانواده پنهان میکند. همان فرهنگ بیمار که فرزندان را از کودکی در نقشهای جنسیتی فرودستساز تربیت میکند.. پسر را به صاحب اختیار و دختر را به موجودی که باید اطاعت کند تبدیل میکند. همان قانون تبعیضآمیز که ارث زن را نصف سهم مرد تعیین میکند، دیه قتل زن را نصف دیه مرد مقرر میکند و نابرابری جنسیتی را در متن قانون نهادینه میکند.
قانون پیش از رسیدن یک زن به مرز خشونت، اختیارهای ابتدایی زندگیاش را محدود میکند! قانونی که به شوهر امکان جلوگیری از خروج زن از کشور را میدهد، تمکین خاص را به یکی از مبانی حقوقی روابط زناشویی تبدیل میکند و در سوی دیگر، برای پدر در قتل فرزند سازوکارها و استثناهای حقوقی متفاوتی نسبت به دیگر قاتلان در نظر میگیرد.
وقتی زن برای خروج از خانه، سفر، استقلال مالی، تصمیمگیری درباره بدنش یا حتی مطالبه حداقل حقوق انسانیاش ناچار است وارد چانهزنی شود، بحث از کجا آغاز میشود؟ از همان جایی که قانون، اختیار مرد را به رسمیت میشناسد و زن را وادار میکند برای بخشی از آزادیهای بدیهیاش مذاکره کند. از همان جایی که زن برای احقاق ابتداییترین حقوقش باید بجنگد و مرد میتواند این مطالبه را نه حق، که نافرمانی تلقی کند.
زنکشی با چاقو آغاز نمیشود! از جایی آغاز میشود که حق زن برای تصمیمگیری درباره زندگی خودش، از پیش، در قانون و فرهنگ محدود شده است. نمیتوان ساختارهای نابرابر را از بستری که خشونت در آن رشد میکند جدا کرد و بعد، هر بار با دیدن جسد یک زن، وانمود کرد با یک فاجعه کاملاً شخصی و بیارتباط با نظم اجتماعی روبهرو هستیم.
منطق زن ستیزی در زبان روزمره، تربیت خانوادگی، در عرف و گاهی در قوانین بازتولید میشود. درست است که هیچکدام بهتنهایی توضیح کامل یک قتل نیستند. اما کنار هم بستری میسازند که در آن استقلال زن میتواند به موضوع نزاع، کنترل و مجازات تبدیل شود.
و آن کودک دهساله که شاهد سلاخی مادرش بوده، در معرض تجربهای قرار گرفته که میتواند تا سالها در روان و حافظهاش زنده بماند. خشونت خانگی، حتی وقتی فقط یک نفر را میکشد، قربانیانش را به همان یک نفر محدود نمیکند. در این جنایت، امنیت یک کودک نیز در خانه، در برابر چشمانش، فرو ریخت.
اصل قوانین و عرف و شرع در #ایران بر مبنای تفاوتگذاری جنسیتی استوار است و حامل نابرابریای است که بیرحمانه به روح وجسم زن میتازد. یک زن بهتنهایی با تمام پیامدهای این نابرابری میجنگد و وقتی خشونت به قتل میرسد، همهچیز را به یک اختلاف خانوادگی تقلیل میدهند.
ما به جامعهای نیاز داریم که زن برای ترک یک رابطه، مخالفت با همسر، مالکیت بر بدنش انتخاب پوشش یا صرفاً ادامه زندگی، مجبور نباشد از جانش مایه بگذارد! جامعهای که خشونت از ابتدا جدی بگیرد و حمایت از زنان را به شعار و سوگواری پس از مرگشان محدود نکند.
مینا سلطانی را نمیتوان به یک خبر هولناک، چند خط گزارش و هشتگ #زن_کشی تقلیل داد.
چند زن دیگر باید کشته شوند تا بفهمیم خانه همیشه امن نیست، ازدواج مصونیت اخلاقی برای خشونت ایجاد نمیکند و عنوان «همسر» نه سند مالکیت است و نه مجوز سلطه؟
چند جسد دیگر باید از خانهها بیرون بیاید تا بپذیریم که مقابله با زنکشی به مجازات قاتل پس از وقوع جنایت محدود نمیشود؟ باید با فرهنگی جنگید که اطاعت زن را فضیلت میداند! با عرفی که استقلال او را تهدید تلقی میکند! و با قوانینی که در بخشهایی از زندگی، اختیار و حقوق او را نابرابر تعریف میکنند.
زنکشی را با واژه «اختلاف خانوادگی» تطهیر نکنید. خشونت را پشت درهای بسته پنهان نکنید. از زنها نخواهید برای زنده ماندن، بیش از این مبارزه کنند… از جامعه و قانون بخواهید به جای بازتولید نابرابری، از حق برابر، امنیت و استقلال زنان دفاع کنند.
مرد مالک همسرش نیست. ازدواج حق مالکیت بر بدن زن ایجاد نمیکند. عرف، سنت و قانون نباید بهانهای برای سلب حق حیات و کرامت انسانی زنان باشد.
#زن_کشی
#خشونت_علیه_زنان
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„Why we NEED to support Ukraine.“
Es übersteigt jedes Mal meine Vorstellungskraft, wenn ich Bilder aus der Ukraine sehe. Dieses Leid. Dieser Terror. Tagtäglich.
Und meine Verachtung gegenüber Parteien und Wählern von #AfD und #BSW ist grenzenlos.
🇩🇪🫶🇺🇦
#SlavaUkraïni
Zwei 13jährige, die um 1 Uhr nachts einen alten Mann krankenhausreif prügeln und in diesem Jahr schon 300 Straftaten begangen haben. Dass die Eltern ihrer Obsorgepflicht nicht nachkommen (können), dürfte doch mittlerweile eindeutig sein.
„Die beiden Tatverdächtigen wurden in die Obsorge ihrer Eltern entlassen.“ der Fall macht fassungslos. Wann wird der Bundesgesetzgeber hier endlich tätig? vorarlberg.orf.at/stories/33…
Abgesehen von den politischen Irrungen der Alice Schwarzer in den letzten Jahren - die EMMA stieß die Diskussionen zum Thema Frauenbefreiung an, die dann in Österreich in den 70er Jahren von der Regierung Kreisky in Gesetze gegossen wurden. Dafür bin ich noch heute dankbar.
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Seit Anfang 2026 wurden mindestens 15 Palästinenser im besetzten Westjordanland von israelischen Siedlern ermordet.
Im selben Zeitraum wurden in Israel mindestens 183 israelische Araber (bzw. Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft - je nach Eigendefinition) von anderen israelischen Arabern ermordet, was in der internationalen Berichterstattung jedoch kaum Widerhall findet.
Wer für das katastrophale Ausmaß von Gewalt und organisierter Mafia-Kriminalität innerhalb der arabischen Bevölkerung Israels verantwortlich ist, ist Gegenstand politischer Auseinandersetzungen.
Die Extrempositionen lauten - einerseits: „Die arabische Gesellschaft“; und andererseits: „Der israelische Staat“. Dazwischen gibt es Positionen, die beiden dieser Seiten, in unterschiedlichem Ausmaß, Verfehlungen und Verantwortungen zuerkennen.
Auch diese Debatte wird außerhalb Israels medial nur kaum abgebildet, obwohl sie eine zentrale Rolle spielen müsste, wenn man ein besseres Verständnis des Mosaiks palästinensischer bzw. arabischer Lebensrealitäten in Israel und den Palästinensergebieten anstrebt.
















