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Krisenvorsorge/ Blackout: Es gibt hier inzwischen einige gute Accounts, die diese Themen sachlich und kompetent bespielen.
Da ich das Ganze in Zukunft auch kommunalpolitisch aufgreifen und mich dazu einarbeiten möchte, wäre ich für entsprechende Folgeempfehlungen hier dankbar 👍
Keine Sorge, bei den Gegenständen, die im Waffenladen im Zuge von #GenZregelt entwendet wurden, handelt es sich nicht um erlaubnispflichte Waffen&Munition, sondern eher um frei verkäufliche Sachen, also Deko, Airsoft und dergleichen
Christian Schindler retweeted
Obacht, Geschichtsstunde!
Das #Waffenrecht ist auch ein Thema für Menschen, die sich links der Mitte positionieren.
Es ist eine dreiste Fabel, dass sich nur Hinterwäldler, Respekt, Konservative und Waffennarren für den Schießsport, die Jagd oder die 🎗Reserve interessieren.
Diese Fehlannahme wurde seit den 70ern immer weiter getragen ("self-fulfilling-prophecy") und hat sich durch Vietnamproteste, den plumpen DDR-finanzierten Hofgarten-Pazifismus vom Kindergarten ("Kriegsspielzeug") über die Lehrerschaft (keine Bundeswehrbesuche, kein Faschingsrevolver) bis in die höchste Politik inzwischen verselbstständigt.
Als "moderner" Linker muss man schon einen mittelgroßen Waffenhass im Gepäck haben ("Penisprothese", "kriegsgeil", "Schießwütige", "Kompensation").
Dies ist völlig ahistorisch. Und weder sozialdemokratisch noch irgendwie links.
📚 Aus den Archiven:
Wir befinden uns im Jahr 1971. Willy Brandt ist Kanzler. In NRW regiert Heinz Kühn als Ministerpräsident. Kühn war in der Weimarer Republik bereits in der SPD und im @Reichsbanner aktiv (👋@fritzfelgentreu). Während des Nationalsozialismus lebte er im Exil. Außer in der Landespolitik engagierte er sich als Europa-Parlamentarier. Fun fact: 1978 wurde er der erste Ausländerbeauftragte der Bundesregierung.
1970 wurde auf Initiative des Hamburger Senats eine Bundesrats-Kommission unter dem Vorsitz des Hamburger Regierungsdirektors Siegfried Schiller gegründet, die den Entwurf für das bundeseinheitliche Waffengesetz erarbeitete. Sein Bestreben war, „möglichst allen Bürgern in allen Regionen zu verwehren, sich zu bewehren.“ Der Hamburger Regierungsdirektor beharrte darauf, „daß schon der bloße Waffenbesitz ganz ohne Hintergedanken zu einer Gefahr für die Allgemeinheit werden könne und mithin die geplante rigorose Reglementierung vertretbar sei.“
Aber Ministerpräsident Kühn, der alte Recke aus NRW, ließ sich diesen Quatsch nicht gefallen. Er entsandte einen Vertreter in die Sitzung des Innenausschusses, der Klartext redete! 👇
Deshalb auch aus historischer Verantwortung gegenüber der #SPD alter Schule:
Sei kein einfach kein Frosch! Siehe Polen ❤️🇵🇱🇪🇺 und Baltikum etc. pp. Verklemmtheit schadet nur...
________________________________
Quellen:
- Dok 1: Bundesarchiv B 136/5061.
- Dok 2: BArch, R 1501/0077.
#Miltwitter @RKiesewetter @VriesChristoph @MarcHenrichmann @DieReserve
Ich beobachte seit geraumer Zeit mit großer Besorgnis, dass mehr und mehr Jugendliche und Heranwachsende in den Besitz illegaler Schusswaffen zu kommen scheinen und diese bei Streitigkeiten auch einsetzen.
Der letzte Fall war jüngst in Herford. Link in den Kommentaren.
#Peng
Ansonsten möchte ich bei diesem Thema mal wieder @winkelsdorf empfehlen, insbesondere seinen Substack. Das Geld ist es mehr als wert.
Aufgrund der Verletzungen gehe ich von einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe aus, nicht von SRS:
www1.wdr.de/nrw/ostwestfalen…
Christian Schindler retweeted
BREAKING:
French police have encountered rioters and looters armed with AK47s and Scorpion submachine guns on the streets of Paris, Marseille and Lyon.
The information comes from the Le Journal du Dimanche journalist Laura Tchekov, who says that her newspaper has received this information from sources within the DGSI, France’s main internal security agency.
The weapons were carried by minors and young adults described as being part of organized crime groups but sometimes also close to the Islamist movement in France.
The journalist says that not all armed
rioters were arrested and that several of them remain on free foot.
It’s believed that police officers refrained from making arrests as they thought they could be both outmanned and outgunned at the moment and that hundreds of people were on the streets, creating a risk of a shoot-out that could have resulted in a large number of wounded and dead.
Die Bluttat von Berngau ist fast schon wieder aus der medialen Aufmerksamkeit verschwunden, trotzdem möchte ich die Deliktrelevanz von Legalwaffenbesitzern noch einmal nüchtern aufschlüsseln.
Für das Bundesland Bayern liegen nämlich für die Jahre 2016 bis 2023 tatsächlich offizielle Zahlen vor.
Vorsätzliche Fremdtötungen durch die mehr als 200.000 Legalwaffenbesitzer in Bayern in den besagten Jahren:
2016: 1
2017: 2
2018: 0
2019: 0
2020: 0
2021: 0
2022: 1
2023: 3
Wenn ich also sage, dass Legalwaffenbesitzer mit ihren legalen Waffen im Vergleich zur Restbevölkerung nicht deliktauffällig sind, ist das von mir kein Wunschdenken. Ich kann diese These mit nackten Zahlen, so sie denn verfügbar sind, untermauern.
Rein menschlich verstehe ich übrigens jeden, der im Angesicht solcher Taten Wut, Trauer und Entsetzen empfindet. Ich möchte sowas auch nicht. Aber am Ende des Tages sind Daten relevant, nicht Emotionen.
Und da nach Berngau wieder die Anti-Sportschützen-Reflexe bei einigen Zeitgenossen einsetzten:
Von den oben aufgeführten Taten gingen 1 bis 3 auf das Konto von alleinigen Sportschützen. Der Reichsbürger 2016 besaß seine legalen Waffen jagdlich UND sportlich, der Dreifachmörder 2023 war Jäger, an die Tat 2022 erinnere ich mich tatsächlich nicht mehr und bei den beiden Taten 2017 handelte es sich um erweiterte Suizide. Ob man solche Taten durch ein Waffenverbot verhindern kann, darf mehr als nur bezweifelt werden.
Wer ein Verbot des Sportschießens mit scharfen Schusswaffen möchte, ist danach bitte auch so konsequent, Dinge wie Hundehaltung oder Reitsport verbieten zu wollen.
Der Transparenz wegen: 2018 gab es in Bayern einen tödlichen Jagdunfall.
Allerdings fehlt da natürlich der Vorsatz.
Die Zahlen entstammen übrigens den kleinen Anfragen der Grünenpolitikerin Katharina Schulze an die Bayerische Staatsregierung. Man mutmaßt, dass Schulze damit das Gefährungspotenzial legaler Waffen aufzeigen wollte...
...und genau das Gegenteil erreicht hat. Spötter bezeichneten sie damals sogar wenig schmeichelhaft als ,,Postergirl der Waffenlobby" ;)
Wegen des Falles in Berngau hatte ich in den letzten Tagen Leute in meiner Timeline, die eine übermäßige Angst vor Jägern und Sportschützen haben.
Das wahre Problem ist jedoch nicht Jäger-Jürgen mit der Flinte und Schützen-Svenja mit dem KK-Sportgewehr, sondern:
🇧🇪 NEW: Belgian police have seized a substantial arsenal of military weapons and explosives during a major operation against suspected arms trafficking.
Authorities confirm:
• 5 kg of TNT-type explosives
• 44 assault rifles and 33 handguns
• Rocket and missile launchers
• An anti-personnel mine, grenades and a flamethrower
Around 200 officers participated in 16 searches across Wallonia.
Seven people were detained, with four subsequently remanded in custody.
The origin and intended destination of the weapons remain under investigation.
Ich kann diese Frage eines Laien tatsächlich nachvollziehen und möchte sie gerne sachlich beantworten.
Vereinfacht gesagt gibt es in D etwas weniger als 1 Millionen Legalwaffenbesitzer, meistens Jäger und Sportschützen, und etwas mehr als 5 Millionen legale Schusswaffen. Auf einen LWB kommen also 5 bis 6 registrierte Schusswaffen.
Ich selbst bin da tatsächlich ein gutes Beispiel: Zwei Kurzwaffen für zwei unterschiedliche Disziplinen, dazu noch vier Langwaffen (von Kleinkaliber, über Unterhebenrepetierer, bis zu Gewehren aus dem 2. Weltkrieg), dazu sollen irgendwann auch noch mindestens zwei halbautomatische Gewehre kommen.
Auch wenn ich also die Überraschung des Laien menschlich nachvollziehen kann, so ist rein faktisch eine Menge von 10 legalen Schusswaffen tatsächlich nicht besonders ungewöhnlich. Über dem Durchschnitt, das ja, aber weit weg vom ,,Horten".
This quoted post is unavailable.
Da bzgl. der Tat von #Berngau aktuell behauptet wird, der mutmaßliche Täter wäre Sportschütze gewesen, hier das aktuelle Statement des Bürgermeisters:
Bürgermeister Meier geht davon aus, der er den mutmaßlichen Schützen vom Sehen kennt, persönlich aber nicht. „Ansonsten war er meines Wissens auch nicht im Dorf integriert, nicht in Vereinen, nicht in Gruppierungen, war, glaube ich, für sich allein.“ Er sei nach seinen Erkenntnissen auch nicht in einem örtlichen Schützenverein aktiv. „Bestätigen kann das natürlich nur der Schützenverein selbst, aber meine Informationen sind, dass er hier kein Schütze im Ort ist.“
- Thomas Meier, 9.10.26, Stand: 10:31
Replying to @Karabinercafe
Hier der Artikel:
idowa.de/bayern/uns-fehlen-d…
Es kann übrigens natürlich trotzdem sein, dass der Täter Sportschütze war, immerhin macht die knapp die Hälfte aller Legalwaffenbesitzer aus. Aber die Tastaturkrieger sollten vielleicht dann doch ein paar Stunden warten.
Er sei nach seinen Erkenntnissen auch nicht in einem örtlichen Schützenverein aktiv. „Bestätigen kann das natürlich nur der Schützenverein selbst, aber meine Informationen sind, dass er hier kein Schütze im Ort ist.“
- Thomas Meier, Bürgermeister von Berngau, 9.10.26, 10:31 Uhr
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Hier der Artikel:
idowa.de/bayern/uns-fehlen-d…
Es kann übrigens natürlich trotzdem sein, dass der Täter Sportschütze war, immerhin macht die knapp die Hälfte aller Legalwaffenbesitzer aus. Aber die Tastaturkrieger sollten vielleicht dann doch ein paar Stunden warten.
Ich äußere mich ja eher vorsichtig zu Straftaten, bei denen die Aufklärung gerade erst eingesetzt hat.
Aber da nach der Tat von Berngau erneut ahnungslos die zentrale Lagerung von Schusswaffen gefordert wird, poste ich mal wieder mein altes Video:
youtube.com/watch?v=08xI6TGf…
Deutschland hat ein sehr scharfes Waffengesetz, die Gefahr eines Amoklaufes mit Schusswaffen ist sehr gering.
Und trotzdem haben auch deutsche Schulen Türsicherungssysteme gegen einen Anschlag. Die werden gerne als ,,Amokknöpfe" bezeichnet. Meine Schule hat sie seit 15 Jahren.
Christian Schindler retweeted
"Jede illegale Waffe war zuvor eine legale Waffe"
Im Faktencheck stellt sich die Herkunft illegaler Waffen jedoch deutlich anders dar, von Waffenschmuggel über Altlasten in Deutschland bis hin zu selbstgebauten Waffen mit Teilen aus dem Baumarkt reicht die Herkunft der Tatmittel 1/x














