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"autumn rain --
for a lonely pine
day's end" Issa Kobayashi
(images: Shiro Kasamatsu / Hisako Kajiwara)
Wovon gibst du noch Kunde,
wozu, von wem erwählt,
dem in Fäden der Spinne die Stunde,
nur sie, die fallende, zählt?
Gottfried Benn, Wohin
What they undertook to do
They brought to pass;
All things hang like a drop of dew
Upon a blade of grass.
William Butler Yeats, Gratitude To The Unknown Instructors
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Replying to @MenschOhneMusil
Gerne glauben die Menschen das, was sie wollen.
*
Libenter homines id quod volunt credunt.
Gaius Julius Caesar, Der Gallische Krieg, 3
[N]iemand unter uns weiß etwas, nicht einmal eben das, ob wir wissen oder nicht wissen.
Metrodoros von Chios, Über die Natur (Peri physeos)
Und alles riecht mir nach Wunder;
und es sind: jenes Wasser aus Wolke,
das heute tief in den Gräben
sein Himmelsstück bläuer
spiegelt, jenes Grün, das die Rinde
zerbricht und das in der Nacht
noch nicht da war.
Salvatore Quasimodo, Spiegel (Übers. Christoph Ferber)
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"A tiny autumn flower
blooming right beside me
whispers gently:
"O, whatever has perished
returns everlastingly to us!" Bokusui Wakayama
(images: Reiji Hiramatsu / Shinsui Ito)
Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.
Blaise Pascal, Pensées VI, 358
Schreiben ist ein Mißbrauch der Sprache, stille für sich lesen ein trauriges Surrogat der Rede.
Goethe, Dichtung und Wahrheit, 2. Teil, 10. Buch
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Utopia is in the moment. Not in some future time, some other place, but in the here and now, or else it is nowhere.
-Alfred Stieglitz
Reflections, Venice 1897
Viel des Unheimlichen ist, doch nichts
Ist unheimlicher als der Mensch.
*
πολλὰ τὰ δεινὰ κοὐδὲν ἀνθρώπου δεινότερον.
Sophokles, Antigone
Nur einen Katzensprung entfernt
das andere Leben,
das wir nicht wagen,
unsere Stunden sind
magere Mäuse
für den Kater,
mit dem wir täglich
aufwachen.
Mario Wirz, Kater
«Soles occidere et redire possunt;
nobis, cum semel occidit brevis lux,
nox est perpetua una dormienda».
☼
«El sol puede morir y volver a nacer;
pero nosotros, una vez apagada nuestra breve claridad,
hemos de dormir una sola y eterna noche»
Cayo Valerio Catulo: «Poemas», V, vv. 4- 6. (Siglo I a. C.).
Hat ein Mensch die Freude geopfert, heiß ich es kein Leben mehr, er ist lebendig tot. Füll meinetwegen dein Haus mit Schätzen, leb im Herrscherprunk - Ich gebe nicht den Schatten eines Rauchs für alles, wenn des Herzens Freude fehlt.
Sophokles, Antigone


















